Mittwoch, 13. November 2019

Real wird zerschlagen Edeka will Märkte der Supermarktkette Real übernehmen

Real-Logo in Düsseldorf: Käufer Redos will nur einen kleinen Teil der Märkte weiterbetreiben

Die Zerschlagung der Supermarktkette Real beginnt: Konkurrent Edeka habe beim Kartellamt Pläne für eine Übernahme von Real-Märkten angemeldet, wie die Wettbewerbshüter am Dienstag auf ihrer Internetseite mitteilten. Kartellamtschef Andreas Mundt erklärte, es gehe um eine "hohe zweistellige Anzahl dieser Standorte". "Wir werden jetzt umfassende Ermittlungen für die betroffenen Absatz- und Beschaffungsmärkte einleiten", kündigte er an.

Der Real-Mutterkonzern Metro Börsen-Chart zeigen will die Supermarktkette an ein Konsortium um den Immobilieninvestor Redos verkaufen. Das Kartellamt hat diese Pläne bereits genehmigt.

Wie das manager magazin bereits im Mai berichtete, will Redos die Supermarktkette nach der Übernahme zerschlagen: Der Investor selbst will nur rund 50 der über 270 Real-Märkte selbst betreiben, ein Großteil der übrigen Standorte sollen an Konkurrenten wie Edeka, Rewe, Kaufland oder Globus gehen. Zehn bis 15 Standorte sollen geschlossen werden.

Der geplante Verkauf an andere Händler muss ebenfalls vom Kartellamt gebilligt werden. Die Kartellwächter prüfen Übernahmen im deutschen Einzelhandel in der Regel sehr genau. Edeka greift nun nach einem Teil der Real-Standorte. Ein Edeka-Sprecher wollte sich nicht zu Details äußern.

mg/rtr

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