Ausblick enttäuscht Puma springt Investoren nicht weit genug

Der Adidas-Rivale Puma hat ein gutes Jahr 2021 hinter sich. Umsatz und Gewinn sollen weiter steigen - doch den Aktionären gefällt eine Einschränkung nicht. Die Aktie fällt.
Cooler Auftritt: Doch die Puma-Aktionäre trauen den Prognosen nicht so recht

Cooler Auftritt: Doch die Puma-Aktionäre trauen den Prognosen nicht so recht

Foto: BRENDAN MCDERMID/ REUTERS

Der Adidas-Konkurrent Puma rechnet trotz Gegenwind mit Wachstum im laufenden Jahr. "Zu Beginn des Jahres 2021 beeinträchtigt Covid-19 leider immer noch unsere Lieferkette, der Inflationsdruck wirkt sich negativ auf unsere Kosten und operativen Margen aus und die geopolitische Lage bleibt sehr angespannt", sagte Puma-Chef Björn Gulden (56) am Mittwoch. Dennoch bleibe er zuversichtlich. Das Unternehmen sagte für das Jahr 2022 ein währungsbereinigtes Umsatzplus von mindestens 10 Prozent voraus. Der Betriebsgewinn solle sich auf 600 bis 700 Millionen Euro verbessern von 557 Millionen Euro im abgelaufenen Jahr.

Allerdings stehe die Prognose unter dem Vorbehalt, dass die Produktion in den wichtigsten Herkunftsländern in Asien aufrechterhalten werde und es zu keinen wesentlichen Geschäftsunterbrechungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise komme. Zudem dürfte der Inflationsdruck durch höhere Frachtraten und Rohstoffpreise steigen. An der Börse wurden die Zahlen mit Verkäufen quittiert. Die Aktie  gab im Frankfurter Frühhandel 3 Prozent nach.

Umsatz und Gewinn in 2021 deutlich gestiegen

Die Dividende solle bei 72 Cent je Aktie liegen, im vergangenen Jahr mussten sich die Aktionäre mit 16 Cent bescheiden. 2021 schnellte der Umsatz währungsbereinigt um 32 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro in die Höhe, der Nettogewinn verbesserte sich auf 310 Millionen Euro von 79 Millionen Euro im Vorjahr. Das Unternehmen hatte zeitweise mit Lockdowns in Fernost zu kämpfen. Artikel wie Turnschuhe oder Sportkleidung werden in Asien gefertigt. In Vietnam, dem größten Schuhhersteller der Welt, waren wegen der Pandemie Fabriken monatelang geschlossen.

rei/Reuters
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