Frauen im Vorstand Henkel strebt bis 2025 Geschlechterparität im Management an

Henkel setzt sich ehrgeizige Ziele: Bis 2025 soll auf allen Management-Ebenen ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis herrschen. Bislang ist Personalchefin Sylvie Nicol die einzige Frau im sechsköpfigen Vorstand.
Personalvorständin: Im sechsköpfigen Vorstand von Henkel ist mit Sylvie Nicol nur eine Frau vertreten

Personalvorständin: Im sechsköpfigen Vorstand von Henkel ist mit Sylvie Nicol nur eine Frau vertreten

Foto: Henkel

Der Konsumgüterhersteller Henkel (Persil, Schwarzkopf, Loctite) will bis 2025 über alle Management-Ebenen hinweg ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis herstellen. "Wir sind davon überzeugt, dass Geschlechtervielfalt eine entscheidende Rolle für unseren zukünftigen Geschäftserfolg spielt", sagte Konzernchef Carsten Knobel (53) am Dienstag in Düsseldorf. Sowohl auf den Top-Management-Ebenen als auch im unteren und mittleren Management solle der Anteil von Frauen deshalb signifikant erhöht werden.

Aktuell liegt der Anteil der Frauen im Henkel-Management nach Unternehmensangaben bei 38 Prozent. Im sechsköpfigen Vorstand des Unternehmens ist mit Personalvorständin Sylvie Nicol (49) allerdings nur eine Frau vertreten. Sie betonte mit Blick auf den Anteil von Frauen in Führungspositionen: "Wir haben gute Fortschritte erzielt, aber es muss noch mehr getan werden. Ein Verhältnis von 50:50 Frauen und Männer über alle Management-Ebenen hinweg zu erreichen, ist ein wirklich ehrgeiziges Ziel." Dazu werde der Konzern seine Bemühungen um geschlechtergerechte Rekrutierung und Gewinnung von Talenten, eine transparente, faire Beförderungs- und Nachfolgeplanung, aber auch andere Maßnahmen wie Arbeitsmodelle wie Job-Sharing oder Führung in Teilzeit intensivieren.

Nach Daten der Organisation "Frauen in die Aufsichtsräte" (Fidar) ist der Anteil von Managerinnen in den Vorständen der 40 Dax-Konzerne seit Jahresbeginn von 18,5 auf 19,1 Prozent (Stand 6. Mai) gestiegen.

Ab August gilt außerdem eine neue gesetzliche Regelung, die vorsieht, dass in börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen mit mehr als 2000 Beschäftigten und mehr als drei Vorständen künftig mindestens eine Frau im Vorstand sitzen muss. Das muss ab 1. August dieses Jahres bei Neubesetzungen der Posten beachtet werden.

sio/dpa
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