Sonntag, 21. April 2019

Werbepanne beim Modehändler Peek & Cloppenburg wirbt mit NS-Spruch

Geschichtsvergessen: Peek & Cloppenburg wirbt mit NS-Spruch "Jedem das Seine"

Das Bekleidungsunternehmen Peek & Cloppenburg ist mit seiner Werbung in die Kritik geraten. Der Hamburger Händler hatte kürzlich mit dem Spruch "Jedem das Seine" für seine Mode geworben. Der Satz steht jedoch seit 1937 an der Innenseite des Eingangs des ehemaligen NS-Konzentrationslagers Buchenwald und verhöhnte damals die Lagerinsassen.

"Eine derartige Werbung ist absolut geschmacklos und geschichtsvergessen. Ich habe keinerlei Verständnis dafür, dass ein derart bekannter und an Zynismus kaum zu überbietender Nazispruch für Werbezwecke benutzt wird", kommentierte der sächsische Linken-Politiker André Schollbach in der "Sächsischen Zeitung". Der Politiker hatte den Fehltritt als erster entdeckt.

Der Spruch war am vergangenen Wochenende in einem Werbeprospekt für Hemden, Krawatten und Fliegen im Umkreis von bundesweit mehr als 20 Filialen verbreitet worden, bestätigte das Unternehmen.

Peek & Cloppenburg ist nicht das erste Unternehmen, dass sich einen derartigen Fauxpas leistet. Schon Austrian Airlines landete 2009 mit dem gleichen Spruch, der seinen Ursprung in der griechischen Antike hat, eine Bruchlandung, genauso wie Yahoo und die CDU. Zuletzt geriet Lebensmittelhändler Edeka in die Kritik, da in einem Werbespot Nazi-Codes eingebaut waren. Peek & Cloppenburg entschuldigte sich mittlerweile und hat die Werbekampagne korrigiert.

akn/Spiegel Online

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