Gewinn bricht ein Elliott steigt bei Paypal ein, Aktie schießt hoch

Paypals Gewinn bricht im zweiten Quartal ein. Doch die Aktie des Online-Bezahldienstes schießt dennoch hoch. Grund dafür ist der Einstieg des aktivistischen Investors Elliott.
Gefürchtet: Der von Paul Singer (Bild Archiv) geführte Hedgefonds Elliott Management ist bei Paypal eingestiegen und nun größter Anteilseigner

Gefürchtet: Der von Paul Singer (Bild Archiv) geführte Hedgefonds Elliott Management ist bei Paypal eingestiegen und nun größter Anteilseigner

Foto: DPA / Remy Steinegger / WEF / Swiss-Image.ch

Nachdem der Online-Zahlungsdienstleister Paypal am Vorabend mitgeteilt hatte, dass der Hedgefonds Elliott mit einer Investition von mehr als zwei Milliarden Dollar zu einem der größten Aktionäre geworden sei, schöpfen Anleger Hoffnung auf eine baldige Stabilisierung des Unternehmens: Die Aktien von Paypal  schossen vor US-Börsenstart zeitweise um rund 14 Prozent nach oben.

Elliott ist für sein Pochen auf hohe Renditen und seine Einmischung ins Management bekannt. Der von Paul Singer (77) geführte Hedgefonds setzt dabei gerne Vorstandsvorsitzende unter Druck. In Deutschland mischte der aktivistische Investor bei Thyssenkrupp oder bei Bayer mit. Auch bei der Fusion der Immobilienkonzerne Vonovia und Deutsche Wohnen klinkte sich Elliott ein.

Sparprogramm, höhere Gewinnziele, neuer Finanzchef

Der Einfluss machte sich bei Paypal sogleich bemerkbar: Das Unternehmen versprach Sparmaßnahmen, erhöhte die Gewinnziele für das Gesamtjahr, stellte einen neuen Finanzchef vor und kündigte ein neues milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm an. Das sorgte auch für positive Prognosen: Analysten von Jefferies begrüßten einen neuen Aktienrückkaufplan sowie einen Fokus auf Kostensenkungen und sprachen von "einem Schritt in Richtung Stabilisierung".

Quartalsgewinn fällt um rund ein Drittel

Paypal hatte am Dienstag nach US-Börsenschluss seine Zahlen aus dem zweiten Quartal bekannt gegeben. In den drei Monaten bis Ende Juni fiel der Betriebsgewinn des Unternehmens gegenüber dem Vorjahreswert um 32 Prozent auf 764 Millionen Dollar (752 Millionen Euro), wie Paypal mitteilte. Das Nettoergebnis geriet sogar mit 341 Millionen Dollar ins Minus. Grund waren vor allem Sonderfaktoren wie höhere Steuern. Das Tagesgeschäft lief hingegen relativ rund. Paypal steigerte die Erlöse im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar.

mje/dpa-afpx
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.