Ab ins Homeoffice Otto bittet Mitarbeiter mobil zu arbeiten

Das Handelshaus Otto greift in der Energiekrise zu drastischen Sparmaßnahmen. Konzernchef Alexander Birken lässt ganze Gebäudekomplexe schließen, Temperaturen auf 20 Grad absenken und mancherorts auch das Warmwasser abstellen. Für die Winterferien bittet der Konzern seine Mitarbeiter aus dem Homeoffice zu arbeiten.
Der Mann, der aus der Kälte kam: Otto-Chef Alexander Birken greift zu drastischen Energiesparmaßnahmen

Der Mann, der aus der Kälte kam: Otto-Chef Alexander Birken greift zu drastischen Energiesparmaßnahmen

Foto: Christian Charisius/ dpa

Die Energiekrise veranlasst Otto-Chef Alexander Birken (58) zu extremen Energiesparmaßnahmen – mit Folgen für die Mitarbeiter. Der Hamburger Handelskonzern hat am Donnerstag angekündigt, die Temperaturen in seinen Büros und Arbeitsräumen auf 20 Grad abzusenken. In den verbleibenden Räumen werden die Temperaturen auf 15 Grad und teils sogar bis auf sechs Grad gesenkt. Dort dürften "aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen" keine Aktivitäten mehr stattfinden, teilte das Unternehmen mit.

Auch in der Konzernzentrale in Hamburg-Bramfeld sollen während der Winterferien die Temperaturen auf 15 Grad abgesenkt werden. Die Mitarbeiter werden gebeten, in dieser Zeit von zu Hause zu arbeiten. "Wer in dieser Zeit arbeiten muss, wird gebeten, dies nach Möglichkeit mobil – zum Beispiel von zu Hause aus – zu tun. Für Mitarbeitende, denen dies nicht möglich ist, stehen aber natürlich beheizte Arbeitsplätze in ausreichender Zahl zur Verfügung", wie der Konzern mitteilt.

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Kein Kaffee und kein Warmwasser

Bei der Konzern-Tochter Hermes schließt Otto dreiviertel der zentralen Bürogebäude. Mitarbeiter des Versanddienstleisters sollen in das energieeffizienteste Gebäude umziehen und sich dort Schreibtische teilen. Noch einen Schritt weiter geht man bei der Textil-Tochter Witt. Dort will der Konzern die Beleuchtung reduzieren, Kühlschränke und Kaffeemaschinen abschalten und das Warmwasser in den Büros abstellen.

Otto betont bei den drastischen Energiesparmaßnahmen vor allem die Vorteile der neuen Arbeitsumgebung. Dadurch, dass Büros geschlossen werden und Mitarbeiter jetzt zusammenrücken müssten, könnte aber auch neue Kreativität entstehen, betonte die Personalchefin Petra Scharner-Wolff (51) in der Mitteilung.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir geschrieben, dass der Konzern die Temperaturen in Arbeitsräumen auf 15 Grad absenkt. Dies haben wir nach einer Anmerkung der Otto Gruppe geändert.

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