Mittwoch, 13. November 2019

Kunden enger an die Marke binden Deshalb übernimmt bei Nike ein Tech-Head das Ruder

John Donahoe: Der Ex-Bain-, Ex-Ebay - und scheidende Service-Now-Chef soll Nike künftig mit Tech-Expertise voarnbringen
Andrew Gombert/ DPA
John Donahoe: Der Ex-Bain-, Ex-Ebay - und scheidende Service-Now-Chef soll Nike künftig mit Tech-Expertise voarnbringen

Er war das Gesicht von Nike, ein Urgestein, seit 40 Jahren beim Unternehmen davon 13 Jahre an der Spitze. Jetzt geht Nike-Chef Mark Parker und übergibt das Geschäft an seinen Nachfolger - Ex-Ebay-Chef John Donahoe. Kein wirklicher Generationenwechsel - schließlich ist Donahoe mit 59 Jahren gerade einmal fünf Jahre jünger als Parker.

Und doch stellt sich Nike mit dem Chefwechsel, der zum Jahresbeginn 2020 greifen soll, neu auf. Denn während Parker 1979 als Designer bei Nike anfing und aus der Produktentwicklung kommt, ist Donahoe das, was man in der Geschäftswelt wohl einen Techie nennen würde.

Dass er im Digitalen die Zukunft von Nike sieht, machte Parker auch in seinem Brief an die Beschäftigten deutlich. Er habe die Entscheidung mit Blick auf die Zukunft getroffen, schrieb Parker. Donahoe verfüge über genau das, was Nike voranbringen könne: Globale Führungsverantwortung im digitalen Handel, Technologie und Strategie. Die digitale Transformation, so Parker, sei "essenziell für die Zukunft des Unternehmens".

Völlig neu ist die Erkenntnis nicht. Schon vor zwei Jahren hat der Sportartikelhersteller die Initiative "consumer direct" ausgerufen, deren Ziel es ist, die Kunden viel enger an das Unternehmen und seine Produkte zu binden - und so die Marge deutlich zu steigern.

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