Gewinn steigt, Probleme in der Heimat Nike spürt Adidas' Atem

Nike hat dank Fußball-EM und Olympischer Spiele im Sommer seinen Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Doch auf bei den Bestellungen hakt es, nicht zuletzt auf dem Heimatmarkt USA. Daran ist vor allem ein Rivale schuld.
Ewige Konkurrenten: Gerade auf dem Heimatmarkt USA bekommt Nike den Wettbewerber Adidas verstärkt zu spüren

Ewige Konkurrenten: Gerade auf dem Heimatmarkt USA bekommt Nike den Wettbewerber Adidas verstärkt zu spüren

Foto: Bernd Thissen/ dpa
Fotostrecke

Begehrteste Sportmarke der Welt: Ende einer Ära - Nike-Gründer Phil Knight tritt ab

Foto: Getty Images

Der weltgrößte Sportbekleidungshersteller Nike hat im Zuge der Fußball-EM und der Olympischen Spiele sein Ergebnis kräftig gesteigert. Der Umsatz kletterte im Quartal bis Ende August um knapp 8 Prozent auf rund 9,1 Milliarden Dollar, teilte der Adidas-Rivale am späten Dienstagabend nach Börsenschluss in den USA mit.

Der Überschuss stieg um 6 Prozent auf 1,25 Milliarden Dollar. Dennoch droht Nike an Schwung zu verlieren. Denn die Bestellungen legten so gering zu wie seit gut einem Jahr nicht mehr. Dabei bekommt Nike auch die wachsende Konkurrenz von Adidas insbesondere auf dem Heimatmarkt zu spüren.

Zwar konnte Nike den deutschen Rivalen mit den drei Streifen bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich ausstechen und als Ausrüster von Titelträger Portugal und des Zweitplatzierten Gastgebers glänzen. Doch setzt Adidas dem Branchenprimus in den USA immer stärker zu, vor allem im Geschäft mit Freizeitsportschuhen.

Druck spürt Nike zudem im Basketball-Bereich, eigentlich eine Domäne der Marke mit dem Swoosh. Hier rückte der US-Branchenzweite Under Armour näher heran.

Fotostrecke

Fußball - und sonst?: Diese Sportarten bringen Olympia Milliarden

Foto: AFP

Für Enttäuschung sorgten die Bestellungen, die zum dritten Mal hinter den Expertenerwartungen zurückblieben. Die Bestellungen zur Auslieferung von September bis Januar stiegen um 7 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit fünf Quartalen. Analysten hatten dem Konzern hier im Schnitt acht Prozent zugetraut. Im außerbörslichen US-Handel fielen Nike-Aktien daraufhin um mehr als vier Prozent.

rei/Reuters
Mehr lesen über