Samstag, 14. Dezember 2019

Kaffeekapseln Nespresso lässt Klage wegen nachgemachter Kapseln fallen

Kapselkrieger: Wie Nespresso die Konkurrenz ausbremst
obs

Keine Klage mehr gegen die Kapsel-Klone: Nespresso, Tochter des weltgrößten Lebensmittelkonzerns Nestlé, gibt sich im Streit um nachgemachte Kaffeekapseln geschlagen. Der Fremdhersteller ECC sieht einen "wichtigen Sieg für die Hersteller von Nespresso-kompatiblen Kapseln".

Düsseldorf - Nespresso habe beschlossen, seine Patentklage gegen den Schweizer Hersteller Ethical Coffee Company (ECC) zurückzuziehen, erklärte das Unternehmen am Dienstag. Damit reagiere der Konzern auf die bisherigen Entscheidungen des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Nespresso teile zwar nicht die Standpunkte des Gerichts, es sei aber im Interesse des Unternehmens, die Sache zu beenden.

Das OLG Düsseldorf hatte im Februar 2013 in zwei Eilentscheidungen die Forderung von Nespresso zurückgewiesen, die von zwei Konkurrenten hergestellten No-Name-Kapseln dürften nur mit dem Hinweis "Nicht geeignet für Nespresso-Maschinen" vertrieben werden. Das Gericht bestätigte damit eine Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf, wonach beide Fremdhersteller das Patent der Nespresso-Patentabteilung Nestec nicht verletzten.

Einer der betroffenen Fremdhersteller ist das Schweizer Unternehmen ECC, das die jüngste Entscheidung von Nespresso am Dienstag begrüßte. Das Ende des Prozesses sei "ein wichtiger Sieg für die Hersteller von Nespresso-kompatiblen Kapseln", erklärte das Unternehmen. ECC vertreibt die Kapseln bereits in Deutschland, Frankreich, Österreich und den Niederlanden.

Der Kaffeemarkt ist nicht nur in Deutschland heiß umkämpft. Zuletzt hatte der milliardenschwere Reimann-Clan seine Übernahmen im Sektor forciert.

la/afp

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung