Samstag, 28. März 2020

Nach Wallraff-Report Burger King führt Tariflohn in Skandal-Filialen ein

Fritten von Burger King: Der Fast-Food-Riese greift bei Yi-Ko durch
AP/ Burger King
Fritten von Burger King: Der Fast-Food-Riese greift bei Yi-Ko durch

Nach dem Imageschaden wegen eines Wallraff-Reports greift Burger King durch: Beim Franchisenehmer Yi-Ko-Holding, der wegen schlechter Arbeitsbedingungen und Ekel-Burger aufgefallen war, soll künftig nach Tarif bezahlt werden.

München - Die Fast-Food-Kette Burger King will nach dem Wirbel um das Partnerunternehmen Yi-Ko-Holding dort energisch durchgreifen. "Die Yi-Ko-Holding wird künftig nach Tarif bezahlen. Das werden wir rasch umsetzen", sagte Deutschland-Chef Andreas Bork der "Welt am Sonntag".

Das Unternehmen betreibt als größter Partner im sogenannten Franchise-System für Burger King 91 Filialen und beschäftigt rund 3000 Mitarbeiter. Zwei neue Mitglieder sollen in der Geschäftsführung über die Umsetzung wachen. "Wenn es da Missstände gibt, werden wir dafür sorgen, dass sie beseitigt werden", sagte Bork.

Vergangene Woche hatte die RTL-Sendung "Team Wallraff - Reporter Undercover" über Hygieneverstöße und schlechte Arbeitsbedingungen bei dem Burger-King-Lizenznehmer Ergün Yildiz berichtet. Mehrere Filialen wurden daraufhin zeitweise geschlossen, Yildiz trat zurück. Für ihn übernimmt Nicole Gottschalk, seit 20 Jahren in der Systemgastronomie und bei Burger King für die Betreuung sämtlicher Franchisenehmer zuständig.

Bork hatte danach bereits der "Bild"-Zeitung gesagt, dass der Imageverlust die Kette hart getroffen habe. "In vielen deutschen Filialen verzeichnen wir Umsatzeinbußen", sagte der Manger und kündigte Maßnahmen an.

ts/dpa-afx

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