Montag, 26. August 2019

Mobiles Bezahlen Starbucks mausert sich zum Tech-Unternehmen

In den Fußstapfen von Jeff Bezos: Starbucks-CEO Howard Schultz

Mit Heißgetränken wie Caramel Light Frappucino erzielt die US-Kaffeekette auch in Deutschland stolze Umsätze. Doch Starbucks-Gründer Howard Schultz hat jenseits des Kaffeegeschäfts noch andere Ziele.

Hamburg - Die Ankündigung war gerade einmal sechs Zeilen lang - stand ganz am Ende des Briefes, den Starbucks-Chef Howard Schultz alljährlich an seine Aktionäre schreibt. Doch sie hatte es in sich. Gibt sie doch einen Ausblick darauf, wo der mit Abstand größte US-Kaffeeröster hin will. Mit Kaffee hat das nur noch am Rande zu tun.

Die Rede ist vom Engagement des Tech-Veteranen Kevin Johnson. Der 53-Jährige, der auch bereits als potenzieller Nachfolger von Gründer Howard Schultz gehandelt wird, soll neben diesem ab März das operative Geschäft von Starbucks führen. Und vor allem soll er Starbucks digital nach vorne bringen.

Erfahrungen auf diesem Gebiet bringt Johnson reichlich mit. So war er von 2008 bis 2014 Chef des Netzwerkausrüsters Juniper Börsen-Chart zeigen , davor Manager bei IBM Börsen-Chart zeigen und bei Microsoft Präsident der Abteilung Plattformen und Services, wo er die Aufholjagd im Suchbereich gegenüber Google Börsen-Chart zeigen verantwortete.

Gründer Schultz scheint jedenfalls überzeugt davon, mit Johnson den richtigen Mann gefunden zu haben. In einem Telefongespräch mit Journalisten lobte er ausgiebig dessen "mobile und digitale Expertise".

Und genau die braucht Schultz - denn alles deutet darauf hin, dass er mit Starbucks das tun will, was auch Amazon-Gründer Jeff Bezos bereits mit seinem Onlinehändler getan hat: Das Handelsunternehmen in ein Tech-Unternehmen zu verwandeln, das nebenbei auch weiter erfolgreich Kaffee verkaufen dürfte.

Was zukunftsweisende Technologien angeht, ist Starbucks schon jetzt gut aufgestellt. Und auch sonst expandiert der Konzern mit rasantem Tempo: Alleine 2014 machte die Kaffeehauskette knapp 1600 neue Läden auf. Und auch der Umsatz wächst stetig - in Amerika, wo mittlerweile 54 Millionen Kunden pro Woche bei Starbucks auf einen Kaffee vorbeischauen, alleine um 9 Prozent. Weltweit legte er um 6 Prozent zu.

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