Mittwoch, 24. April 2019

Mobiles Bezahlen Starbucks mausert sich zum Tech-Unternehmen

In den Fußstapfen von Jeff Bezos: Starbucks-CEO Howard Schultz

3. Teil: App treibt die Umsätze - alles auf "mobile"

Auch Starbucks spart damit richtig Zeit und Geld: Denn statt für jede einzelne per Kreditkarte bezahlte Bestellung Transaktionskosten zahlen zu müssen, kann die Kaffeekette die Einkäufe bündeln und muss nur noch einmal pro Aufladeprozess zahlen.

Damit spart das Unternehmen ganz beträchtliche Gebühren. Denn bislang werden seit einer gesetzlichen Neuregelung in den USA aus dem Jahr 2010 um die 22 Cent "Swipe Fee" pro Kartenbezahlung fällig. Bei zehn Bechern Kaffee á 1,75 Dollar, die ein Kunde über eine Prepayid-Karte kauft, können sich die Einsparungen so leicht auf zwei Dollar belaufen - pro Kopf.

Hinzu kommt, dass die durch die App und Vergünstigungen gebundenen Kunden deutlich öfter zurückkehren und zudem beträchtlich kauffreudiger sein dürften als Analog-Kunden.

Gleichzeitig liefert die App wertvolle Daten zu Kunden und deren Vorlieben, was weitere Effizienzgewinne mit sich bringt. Und mit denen Starbucks ihre Klientel mit speziell auf sie ausgerichtete Angebote wieder in seine Läden locken kann.

Howard Schultz sieht sich jedenfalls auf dem richtigen Weg. 2015 will er sein digitales Angebot ausbauen. Dann sollen Kunden ihren Kaffee schon vor dem Betreten des Ladens bestellen und auch gleich zahlen können - was den Kundendurchsatz und deren Zufriedenheit weiter erhöhen könnte. Bislang arbeitete Starbucks auf diesem Gebiet mit dem Mobile-Payment-Startup Square zusammen. Doch nun setzt Starbucks auf eine Eigenentwicklung.

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