Montag, 22. April 2019

Mobiles Bezahlen Starbucks mausert sich zum Tech-Unternehmen

In den Fußstapfen von Jeff Bezos: Starbucks-CEO Howard Schultz

2. Teil: Künftig liefert Starbucks auch Essen und Getränke aus

Damit das so weiter geht, arbeitet Starbucks mit Hochdruck an einer Ausweitung seines Angebots. Der Röster will sich von der Kaffeekette zum Allround-Anbieter im Food-Sektor wandeln.

So will Schultz auch mit der frisch lancierten Marke "La Boulange" den aktuell bei lediglich 18 Prozent des Umsatzes liegenden Essensabsatz in die Höhe treiben und mit Bier und Wein auch abends Kunden anlocken. Daneben betreibt Schultz mittlerweile auch eine Tee-Kette.

Und mit der neuen Starbucks-Edelversion "Roastery" wird künftig auch noch das höherpreisige Segment abgedeckt. Im Jahresverlauf soll in mehreren Metropolen dann auch noch ein Lieferservice an den Start gehen.

Erklärtes Ziel für die nächsten fünf Jahre: Knapp 30 Milliarden Dollar Umsatz, mehr als 30.000 Läden weltweit (Ende 2014 waren es gerade einmal 21.366) eine Verdoppelung der Essens-Umsätze auf 4 Milliarden Dollar und eine Verdoppelung des operativen Gewinns von aktuell 3,1 Milliarden Dollar.

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Um diese Ziele zu erreichen, setzt Starbucks, nach eigenen Aussagen schon jetzt "globaler Marktführer im Bereich mobile payment", massiv auf Technik. Und verfügt dabei bereits über einige Erfahrung.

13 Millionen Kunden bezahlen mit der Starbucks-App

Schon 2011 setzte der Kaffeeröster nach der Rückkehr von Gründer Howard Schultz auf eine App. Über die bezahlen mittlerweile 13 Millionen Kunden ihren Kaffee - 16 Prozent aller Einkäufe und mehr als sieben Millionen Transaktionen wöchentlich.

2013, seit dem sich die App-Nutzung noch einmal verdoppelt haben soll, liefen laut " MIT Technology Review" Umsätze in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar über die digitale Prepaid-Karte, auf die laut dem Kaffeeröster alleine 2014 vier Milliarden Dollar Guthaben aufgeladen wurden.

Der Erfolg der App, die nicht viel mehr ist als eine digitale Wertkarte, ist leicht zu erklären. Für den Kunden ist sie bares Geld wert. Er kann mit ihr Bonuspunkte sammeln und diese gegen Getränke oder Essen eintauschen.

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