Mittwoch, 27. Mai 2020

Länder müssen zustimmen Metro will Großmärkte für jedermann öffnen

Metro-Markt in Düsseldorf: Eine Öffnung der Großhandelsmärkte könnte den Einzelhandel entlasten.
Federico Gambarini/ dpa
Metro-Markt in Düsseldorf: Eine Öffnung der Großhandelsmärkte könnte den Einzelhandel entlasten.

Seit Wochen hamstern die Konsumenten in Deutschland, mit Blick auf das kommende Osterwochenende dürften im Einzelhandel volle Läden und Engpässe drohen. Da könnte ein Vorstoß der Großhandelskette Metro Börsen-Chart zeigen für Entlastung sorgen:

Angesichts der Corona-Pandemie würde die Metro gern alle ihre 103 Großmärkte in Deutschland auch für Endverbraucher öffnen.

Das Unternehmen könne damit einen Beitrag leisten, den erhöhten Bedarf an Grund- und Nahversorgungsangeboten bei den Verbrauchern in der Corona-Krise zu decken, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Voraussetzung für einen solchen Schritt sei allerdings, dass die Bundesländer grünes Licht dafür geben.

Vorreiter ist Mecklenburg-Vorpommern. Dort stimmte das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung bereits vor einigen Tagen einer entsprechenden Nutzungsänderung zu. Seit Montag können deshalb in den fünf Metro-Märkten in Wolgast, Greifswald, Wismar, Neustrelitz und Waren nicht mehr nur gewerbliche Kunden wie Gastronomen, Hoteliers oder Kiosk-Betreiber einkaufen, sondern auch alle anderen Verbraucher. Befristet ist diese Genehmigung vorerst bis zum 19. April.

"Wir würden diesen Schritt gerne auch bundesweit tun", sagte ein Metro-Sprecher. Allerdings müssten die einzelnen Bundesländer dazu die Voraussetzungen schaffen.

Der Deutschland-Chef der Metro, Frank Jäniche, betonte, Kapazitäten dafür gebe es bei dem Großhändler aktuell durchaus. Schließlich macht er normalerweise einen großen Teil seiner Umsätze mit Gastronomiebetreibern, die ihre Geschäfte wegen der Pandemie schließen mussten.

cr/dpa-afx

© manager magazin 2020
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung