Mittwoch, 20. November 2019

Verhandlungen mit Konsortium um Redos Metro will Supermarktkette Real als Ganzes verkaufen

Real: Metro will die Supermarktkette als Ganzes an ein Konsortium um den Immobilien-Investor Redos verkaufen und 24,9 Prozent der Anteile zuächst behalten

Die Supermarktkette Real soll als Ganzes verkauft werden: Der Eigentümer Metro AG hat ein vom Immobilien-Investor Redos geführtes Konsortium als möglichen Real-Käufer ausgewählt. Mit diesem führt Metro nun exklusive Verhandlungen. Dies teilte Metro am Mittwoch Abend mit. Zu dem Konsortium gehören auch die Investoren ECE und Morgan Stanley Real Estate.

Die Vereinbarung sieht vor, dass Real als Ganzes an Redos veräußert werden soll. Metro soll zunächst mit 24,9% am operativen Geschäft von Real beteiligt bleiben, erhält jedoch eine Put Option zum Verkauf der restlichen Anteile, die frühestens nach drei Jahren ausübbar ist.

Der aktuelle Verhandlungsstand impliziert einen Unternehmenswert von etwa einer Milliarde Euro, hieß es weiter in der Erklärung. Rund 500 Millionen Euro davon sollen Metro zufließen. Auf dieser Grundlage werde Metro im Rahmen des Halbjahresabschlusses eine Wertberichtigung auf Real in Höhe von 385 Millionen Euro vornehmen.

Die Transaktion ist aber noch nicht in trockenen Tüchern. Vorstand und Aufsichtsrat der Metro müssten einem etwaigen Vertragsabschluss noch zustimmen, hieß es weiter. Zudem wäre auch eine Freigabe durch die Kartellbehörden erforderlich. Redos hat Insidern zufolge im Fall einer Real-Übernahme keine Partner aus dem Einzelhandel. Das Real-Management soll die Kette führen, sagten mit dem Vorgang vertrauter Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

la/mmo/reuters

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