Samstag, 21. September 2019

Exklusiv Stellenabbau bei Ceconomy-Tochter Bei Media-Saturn sollen 700 Mitarbeiter gehen

Media-Saturn: In der Hauptverwaltung in Ingolstadt will der neue Vorstandschef 700 Stellen abbauen

Die Ingolstädter Zentrale der Ceconomy-Tochter Media-Saturn wird ausgedünnt. 700 Mitarbeiter sollen gehen. Der neue Chef will zudem das Geschäftsmodell verändern, um damit Kosten zu sparen und Erlöse zu verstetigen.

Der neue Chef von Europas größtem Elektronikfilialisten Media-Saturn Holding (MSH), Ferran Reverter, konkretisiert seine Sanierungspläne für das zuletzt gewinnschwache Unternehmen. Nach Informationen des manager magazins plant der Spanier unter anderem, sich von rund 700 der mehr als 3000 Beschäftigten in der Ingolstädter Zentrale zu trennen. MSH bezeichnete die Zahl gegenüber dem manager magazin als Spekulation.

Ferner plant Ferran Reverter, der MSH seit Oktober führt, das Geschäftsmodell erheblich zu verändern. Nach dem Vorbild der US-Kette Best Buy soll es im Angebot der Labels Media-Markt und Saturn künftig mehr Aktionspreise geben. Dafür soll das Dauersortiment reduziert werden. In Zukunft soll es beispielsweise etwa nicht mehr zwingend 30 Wasch- oder Kaffeemaschinen geben.

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Zudem will Reverter die Verkaufsflächen in größerem Umfang als bisher an Markenartikler wie Apple, Samsung oder Huawei abgeben, die dort auf eigene Rechnung mit eigenem Personal Geschäfte machen. MSH hat dadurch feste Einnahmen und geringere Lagerhaltungskosten. Außerdem sinkt das Risiko, zu viel oder zu wenig Waren einzukaufen.

Hauptgesellschafter der MSH ist die börsennotierte Ceconomy mit einem Anteil von 78 Prozent. Ihr Aktienkurs hatte zuletzt stark unter der Gewinnschwäche der Media-Saturn Holding gelitten.

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