Sonntag, 21. April 2019

Wer hinter Walmarts Milliarden-Zukauf Jet.com steckt Dieser Mann soll für Amerikas größten Einzelhändler die Schlacht gegen Amazon gewinnen

Milliarden für Tech-Know-How: Wie die Old Economy sich Digitalkompetenz erkauft
AFP

Jet.com-Chef Marc Lore ist dafür bekannt, keine kleinen Brötchen zu backen. Das war so beim 545-Millionen Dollar Verkauf seines Ecommerce-Startups Quidsi (diapers.com, soap.com) an Amazon. Und es ist auch diesmal bei der Übernahme von Jet.com durch Walmart der Fall,. Satte 3,3 Miliarden Dollar lässt sich der noch immer weltgrößte Einzelhändler den als Amazon-Schreck gestarteten Onlinehändler kosten.

Für Jet.com-Gründer Marc Lore keine schlechte Bilanz: Von Null auf 3,3 Milliarden Dollar in drei Jahren. Von denen Schätzungen zufolge rund 750 Millionen Dollar in Lores eigene Tasche fließen dürften. Hinzu kommt ein Job für Lore als E-Commerce-Verantwortlicher bei dem größten US-Einzelhändler.

Hinter den eigenen Zielen ist der Manager damit allerdings vorerst zurückgeblieben. Hatte er Jet.com-Investoren wie Accel, Bain Capital Ventures oder Goldman Sachs, die Berichten zufolge zwischen 500 und 800 Millionen in Jet.com gesteckt haben sollen, doch laut "Wall Street Journal" noch im Sommer eine Bewertung von 40 Milliarden binnen fünf Jahren zugesagt.

Es sind deutlich weniger geworden - allerdings in kürzerer Zeit. Und dass das mit den 40 Milliarden nicht so einfach werden würde, dürften sich die Investoren wohl schon gedacht haben, angesichts der Schwierigkeiten, mit denen sich der Amazon-Angreifer von Beginn an konfrontiert war.

Seite 1 von 3

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung