Weltgrößter Reeder in der Sinnkrise Maersk bekommt neuen Chef - kommt jetzt die Aufspaltung?

Riesenpott: Maersk betreibt die größte Container-Reederei der Welt.

Riesenpott: Maersk betreibt die größte Container-Reederei der Welt.

Foto: A.Carrasco Ragel/ dpa

Der dänische Reederei- und Energiekonzern A.P. Moller-Maersk bekommt einen neuen Chef. Mit Sören Skou werde der Chef der Container-Sparte Maersk Line zum Vorstandsvorsitzenden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Er ersetzt den seit 2007 amtierenden Nils Smedegaard Andersen. Anleger reagierten euphorisch: Der Aktienkurs sprang um mehr als zehn Prozent nach oben.

Grund dafür sind Spekulationen über einen Umbau des Unternehmens unter dem neuen Chef. "Wird es von der Börse genommen, werden neue Geschäftsbereiche erkundet oder Investitionen weg vom Öl gemacht?", fragte Analyst Michael Friis Jorgensen von der Alm. Brand Bank in Kopenhagen. Maersk selbst befeuerte diese Erwartungen. Skou solle "die strategischen und strukturellen Optionen untersuchen".

Die Ölsparte leidet unter niedrigen Preisen. Der Container-Bereich wiederum steht unter Druck, weil sich vor allem in Asien durch Fusionen und Übernahmen neue Konkurrenz formiert und der Welthandel derzeit lahmt. Binnen eines Jahres hat der Aktienkurs von Maersk deshalb mehr als ein Viertel eingebüßt - trotz des Kurssprungs durch den für 1. Juli angekündigten Wechsel an der Konzernspitze.

Der Mischkonzern kam zuletzt auf einen Jahresgewinn von 0,9 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 40,3 Milliarden Dollar. In dem Aufsichtsrat des mit Abstand wichtigsten dänischen Unternehmens sitzt auch eine Deutsche: Dorothee Blessing (48), Investmentbankerin bei JP Morgan und Ehefrau des ehemaligen Commerzbank-Chefs Martin Blessing.

Reuters, soc
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