Donnerstag, 5. Dezember 2019

Gebot offenbar erhöht LVMH legt bei Tiffany noch einmal nach

Tiffany-Logo in Zürich: Bisher bot LVMH rund 14,5 Milliarden Dollar für Tiffany - das reichte dem US-Juwelier aber wohl nicht

Im Kampf um die Übernahme des US-Juweliers Tiffany hat der Luxusgüterkonzern LVMH Börsen-Chart zeigen Kreisen zufolge nachgelegt. Die Franzosen hätten ihr Gebot auf etwa 130 US-Dollar je Aktie erhöht, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwochabend unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ende Oktober hatte LVMH zehn Dollar weniger geboten. Die Franzosen hatten dem US-Konzern ein Angebot über insgesamt 14,5 Milliarden Dollar unterbreitet.

Nach dem Gebot hätten die beiden Unternehmen Gespräche aufgenommen, hieß es in den Kreisen weiter. Es gebe aber keine endgültige Entscheidung und die Verhandlungen könnten auch noch scheitern. LVMH wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen, bei den Amerikanern war zunächst niemand zu erreichen.

Börsianer zeigten sich dennoch zuversichtlich. Im nachbörslichen Handel stieg der Tiffany-Aktienkurs um 3,44 Prozent auf 127,57 Dollar.

Eine Übernahme von Tiffany wäre die bisher größte von LVMH. 2017 bezahlten die Franzosen sieben Milliarden Dollar für die restlichen Anteile von Christian Dior. Der vor 182 Jahren gegründete Juwelier ist weltweit bekannt für seine eckigen blauen Kartons und seine Rolle im Hollywood-Streifen "Frühstück bei Tiffany".

mg/dpa-afx

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