Rekordnachfrage Luxus läuft, LVMH jubiliert

Der für Marken wie Louis Vuitton oder Hublot bekannte Konzern LVMH meldet eine Nachfrage auf Rekordniveau. Das Geschäft der Franzosen mit den Luxuswaren läuft noch besser als vor Ausbruch der Coronapandemie.
Gute Zeiten für Luxusmarken: Die Schweizer Uhrenmanufaktur Hublot gehört zum französischen LVMH-Konzern

Gute Zeiten für Luxusmarken: Die Schweizer Uhrenmanufaktur Hublot gehört zum französischen LVMH-Konzern

Foto: ARND WIEGMANN / REUTERS

Mit einem Rekordumsatz hat der französische Luxusgüterkonzern LVMH die Erwartungen deutlich übertroffen. Der Jahreserlös stieg gegenüber dem Vorjahr um knapp 44 Prozent auf 64,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Paris mitteilte. Konzernchef Bernard Arnault (72), der zu den reichsten Menschen der Welt zählt, zeigte sich zuversichtlich, 2022 an diesen Erfolg anknöpfen zu können. LVMH sei in einer "exzellenten Position, um seine führende Position auf dem Luxusmarkt weiter auszubauen."

Seinen Aktionären möchte das Unternehmen zudem eine Dividende ausschütten. So sollen den Anteilseignern pro Aktie 10 Euro ausgeschüttet werden. Bereits Anfang Dezember hatte LVMH die ersten 3 Euro ausgezahlt, der Rest solle zu Ende April gutgeschrieben werden.

Hohe Nachfrage aus Asien und den USA

2021 habe die Nachfrage nach Mode- und Lederwaren ein "Rekordniveau" erreicht, hieß es in der Mitteilung weiter. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sei der Umsatz aus eigener Kraft in dem Segment um 47 Prozent auf nun knapp 30,9 Milliarden Euro gestiegen. Vor allem Kunden aus den Vereinigten Staaten sowie aus Asien erwarben die Luxuswaren. In Europa hinke die Erholung vergleichsweise aber noch nach.

LVMH macht hauptsächlich Geschäfte mit Mode- und Lederprodukten, hat aber auch Champagner mit Marken wie Moët oder Dom Pérignon sowie Parfüms, Kosmetik, Uhren und Schmuck im Portfolio. Vor allem bei letzterer Sparte überraschte LVMH zuletzt mit der Übernahme des US-Juweliers Tiffany & Co., der nun erstmals in der Bilanz inkludiert wurde. Durch die Konsolidierung stieg der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 167 Prozent auf rund fast 9 Milliarden Euro. Ohne Tiffany fiel der Zuwachs nur etwa ein Viertel so groß aus.

Auch beim Betriebsergebnis überraschte das Unternehmen Branchenkenner: Mit einem operativen Gewinn von knapp 17,2 Milliarden Euro verdiente LVMH doppelt so viel wie noch im Jahr zuvor und etwa um die Hälfte mehr als noch vor der Coronakrise. Unterm Strich verdiente der Konzern mit rund 12 Milliarden Euro etwa anderthalbmal so viel wie noch im vergangenen Jahr.

hr/dpa-afx
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