Zwei Vorstände müssen gehen Lidl schasst seinen Vorstandschef

Kahlschlag an der Spitze des zweitgrößten Lebensmitteldiscounters in Deutschland. Lidl-Chef Karl-Heinz Holland und Einkaufsvorstand Dawid Jaschok müssen gehen. Der Konzern spricht von nicht überbrückbaren Auffassungen über die Strategie des Unternehmens.
Machtkampf an der Spitze: Deutschland zweigrößter Lebensmitteldiscounter hat seinen Vorstandschef und den Einkaufsvorstand vor die Tür gesetzt

Machtkampf an der Spitze: Deutschland zweigrößter Lebensmitteldiscounter hat seinen Vorstandschef und den Einkaufsvorstand vor die Tür gesetzt

Foto: Arno Burgi/ picture-alliance/ dpa

Neckarsulm - Der bisherige Lidl-Vorstandschef Karl-Heinz Holland hat seinen Posten verloren. Holland und Lidl hätten sich auf eine Beendigung der Zusammenarbeit aufgrund "unterschiedlicher, nicht überbrückbarer Auffassungen betreffend der künftigen strategischen Geschäftsausrichtung" verständigt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Nähere Einzelheiten wurden nicht genannt. Nach dem deutlichen Hinweis auf einen handfesten Streit in der Unternehmensführung würdigte Lidl in der Mitteilung jedoch auch die frühere Arbeit Hollands. Holland habe einen entscheidenden Anteil an der Entwicklung von Lidl zum europäischen Marktführer im Discountsegment beigetragen, hieß es.

Holland war seit Oktober 2008 Vorstandschef. Insgesamt hatte er mehr als 23 Jahren für das Unternehmen gearbeitet. Angaben zum Nachfolger wurden nicht gemacht.

Zuerst hatte die "Lebensmittelzeitung" über die Veränderungen an der Lidl-Spitze berichtet. Auch Einkaufsvorstand Dawid Jaschok verlässt die Firma. Als Grund wurden gleichfalls "nicht überbrückbare Auffassungen betreffend der zukünftigen Geschäftsausrichtung" genannt. Lidl ist nach der Aldi-Kette zweitgrößte Lebensmitteldiscounter in Deutschland.

rei/dpa
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