Lidl zieht Expansion in USA vor Lidl und Aldi nehmen Wal-Mart in USA in die Zange

Lidl: Der deutsche Discounter eröffnet in diesem Sommer 20 Filialen in den USA. Aldi ist schon längst vor Ort.

Lidl: Der deutsche Discounter eröffnet in diesem Sommer 20 Filialen in den USA. Aldi ist schon längst vor Ort.

Foto: Matthias Balk/ picture alliance / dpa

Der Discounter Lidl zieht seine Expansionspläne in die USA vor: Bereits in diesem Sommer sollen 20 Lidl-Filialen in den US-Bundesstaaten North und South Carolina sowie in Virginia eröffnen. Bis zum Sommer 2018 will Lidl 100 Filialen an der US-Ostküste eröffnet haben, wie der Discounter am Mittwoch mitteilte. Damit zieht die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl gehört, seine geplante Expansion zeitlich vor.

US-Platzhirsch Wal-Mart muss sich damit früher als gedacht mit dann zwei aggressiven deutschen Discountern auseinandersetzen. Aldi setzt ebenso wie Lidl auf eine zügige Expansion in Europa sowie in den USA, weil der deutsche Heimatmarkt kaum noch wächst. In den USA betreibt Aldi bereits 1600 Filialen und will diese Zahl bis Ende 2018 auf 200 erhöhen.

In Europa spürt die Konkurrenz bereits den Druck des deutschen Harddisount-Duos Aldi und Lidl: In Großbritannien gehen die Gewinne der Einzelhandelskette Tesco wegen des Preiskampfes mit Aldi & Co bereits zurück. Lidl unterhält bereits 10.000 Filialen in 27 Ländern weltweit, die meisten von ihnen im Heimatmarkt Deutschland. Sowohl Aldi als auch Lidl wollen ihre Öffnungszeiten in Deutschland testweise bis 22 Uhr verlängern.

Erst vor wenigen Tagen gab Lidl einen Wechsel in der Führungsspitze bekannt. Sven Seidel, seit 2014 Vorstandschef von Lidl, musste Anfang Februar seinen Posten räumen. Nachfolger von Seidel wurde mit sofortiger Wirkung der bisherige Einkaufsvorstand Jesper Hojer.

la/mmo/ap
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