Montag, 23. September 2019

Discounter erhöht Stundenlohn auf 11,50 Euro Lidl erhöht Mindestlohn für seine Mitarbeiter

Lidl: Alle 70.000 Mitarbeiter sollen ab Juni mindestens 11,50 Euro pro Stunde bekommen

Der Discounter Lidl plant, den internen Mindestlohn für seine Mitarbeiter von 11 Euro auf 11,50 Euro pro Stunde anzuheben. Das erfuhr manager magazin online aus Branchenkreisen.

Hamburg - Damit übertrifft Europas größter Einzelhändler sowohl den in Deutschland geltenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro sowie die Untergrenze von 9,74 Euro im Handel deutlich. Die Neuregelung soll bundesweit ab 1. Juni für alle gut 70.000 Lidl-Mitarbeiter gelten.

Lidl hatte erstmals im Jahr 2010 beschlossen, einen Mindestlohn von seinerzeit 10 Euro für seine Mitarbeiter festzulegen. Die interne Lohnuntergrenze hat der Lebensmittelhändler zuletzt im August 2013 auf 11 Euro erhöht.

Laut Lidls internen Richtlinien handelt es sich beim hauseigenen Mindestlohn um ein Einstiegsgehalt, das übertariflich für sämtliche Beschäftigten in den rund 3300 Filialen und den Lagern gilt.

Mit der Anhebung reagiert Lidl auch auf die eigene wirtschaftliche Entwicklung. Am Freitag hatte das Unternehmen verkündet, seinen Umsatz im vergangenen Jahr um mehr als 9 Prozent von 54 Milliarden auf 59 Milliarden Euro gesteigert zu haben. Zum Gewinn machte das Unternehmen keine Angaben, erklärte aber, dass er deutlich über den Erwartungen lag.

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