Osnabrücker Traditionsunternehmen Pralinenhersteller Leysieffer ist insolvent

Leysieffer-Filiale: In der Vergangenheit hängengeblieben?

Leysieffer-Filiale: In der Vergangenheit hängengeblieben?

Foto: ddp images/Stefan Papp

Der Pralinen- und Schokoladenhersteller Leysieffer hat Insolvenz angemeldet. Das berichten die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ) und das "Handelsblatt" übereinstimmend.

Das 1909 gegründete Traditionsunternehmen stellte laut der "NOZ", die zuerst über die Insolvenz berichtet hatte, vor dem Amtsgericht Osnabrück einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung. Geschäftsführer Jan Leysieffer soll das Unternehmen weiterhin leiten, der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiterlaufen.

"Tradition und die Herstellung von hochwertigen Qualitätsprodukten sind heute leider kein Erfolgsgarant mehr, daher nutzt das Unternehmen die Chance einer nachhaltigen Sanierung", begründete Insolvenzverwalter Joachim Walterscheid gegenüber dem "Handelsblatt" den Insolvenzantrag.

Als Grund führte Walterscheid an, dass Unternehmen, die lange im Markt erfolgreich waren, im Laufe der Zeit etwas unbeweglich werden. Den Berichten zufolge hat Leysieffer in den vergangenen Jahren einen Umsatz zwischen 16 und 19 Millionen Euro erzielt.

Die Insolvenz betreffe 350 Mitarbeiter, etwa ein Drittel davon am Stammsitz Osnabrück. Ihre Löhne und Gehälter sind laut "NOZ"-Bericht durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit bis Ende Mai gesichert. Der Schokoladenhersteller betreibt Confiserien, Bistros und Cafés an fast 30 Standorten in Deutschland sowie eine Filiale in Peking.

mg/afp
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