Donnerstag, 25. April 2019

Insolventer Online-Händler Investorenlösung für Lesara ist geplatzt

Lesara-Gründer Roman Kirsch: Die geplante Übernahme des insolventen Online-Händlers ist geplatzt

Weiterer Rückschlag für den insolventen Online-Händler Lesara: Eine für den 1. Februar geplante Investorenlösung für das Berliner Unternehmen ist in letzter Sekunde geplatzt. Der vorläufige Insolvenzverwalter der Lesara AG, Christian Graf Brockdorff, hatte in den letzten Tagen die Details des Kaufvertrages mit einem strategischen Investor ausgehandelt. Kurz vor Unterschrift des endverhandelten Vertrages habe sich dieser Investor am Donnerstag Abend überraschend zurückgezogen, teilte Brockdorff mit.

"Nach dem überraschenden Rückzug des Investors kann die für die nächsten Tage geplante Übernahme des Geschäftsbetriebs der Lesara AG nicht stattfinden", sagte Brockdorff. Weitere ernsthafte Interessenten für den Geschäftsbetrieb der Lesara AG, die den Lesara Online-Shop betreibt, gebe es derzeit nicht.

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Der vorläufige Insolvenzverwalter will sich jetzt zunächst auf die Verhandlungen um eine Übernahme des Logistikzentrums in Erfurt konzentrieren. Für das Logistikzentrum, das die Tochtergesellschaft Lesara Logistics SE betreibt, gebe es mehrere Interessenten.

Bei der Lesara AG findet nun mit rund 50 Mitarbeitern in den nächsten Monaten ein Abverkauf des Lagerbestands im Online-Shop statt. Die übrigen rund 20 Mitarbeiter werden freigestellt. Alle Mitarbeiter der Lesara AG hatten bereits diese Woche vorsorglich die Kündigung erhalten. Der nun gescheiterte Investorendeal sah vor, dass die Beschäftigten im Rahmen einer sog. "Geschäftsbesorgung" für den neuen Eigentümer tätig sein sollten.

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