Dienstag, 18. Juni 2019

Investition ins To-Go-Geschäft Rewe kauft Kiosklieferanten Lekkerland

Rewe To Go: Immer mehr Snacks werden unterwegs gegessen

Die Rewe-Gruppe will ihr Geschäft mit dem Snack unterwegs kräftig ausbauen. Dazu will der Kölner Handelsriese den Fachgroßhändler Lekkerland komplett übernehmen, wie beide Seiten mitteilten.

Die Unterwegsversorgung und der Außerhaus-Verzehr gehörten zu den Bereichen mit den größten Wachstumschancen im Lebensmittelhandel, begründete Rewe den Kauf. "Nicht nur junge Menschen kaufen und verzehren Mahlzeiten und Snacks immer öfter unterwegs", sagte Rewe-Konzernchef Lionel Souque.

Die Lekkerland-Gruppe beliefert in Deutschland und sechs anderen europäischen Ländern unter anderem Tankstellenshops, Kioske, Tabakwarengeschäfte und Schnellrestaurants. Insgesamt beziehen rund 91.000 Verkaufsstellen Waren über Lekkerland. Im vergangenen Jahr hat die Gruppe mit rund 4900 Mitarbeitern etwa 12,4 Milliarden Euro umgesetzt, davon gut die Hälfte in Deutschland. Die Rewe-Gruppe hat 2018 einen Gesamtumsatz von 61,2 Milliarden Euro erzielt.

Der Außerhaus-Verzehr gewinnt nach Angaben des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI zunehmend an Gewicht. "Das ist ein attraktiver, wachsender Markt", sagte Handelsexperte Michael Gerling. Rund ein Drittel des jährlichen Gesamtumsatzes von 240 Milliarden Euro entfielen auf Restaurants, die Systemgastronomie und andere Verkaufsstellen des Außerhaus-Verzehrs. "Davon möchte sich Rewe ein größeres Stück abschneiden."

Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die Wettbewerbsbehörden. Über Details des Zusammenschlusses haben Rewe und Lekkerland Stillschweigen vereinbart.

mg/dpa

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