Karstadt-Tochter Perfetto vor Jobabbau Karstadt erklärt Geschäft mit Luxus-Lebensmitteln für gescheitert

Von mm-newsdesk
Karstadt-Filiale: Geschäftsmodell mit Luxuslebensmitteln gescheitert

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Der angeschlagene Karstadt-Konzern plant jetzt auch einen Personalabbau bei seiner Feinkost-Tochter Perfetto, die Lebensmittelabteilungen in 43 Warenhäusern betreibt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus informierten Kreisen. Wie viele der rund 2000 Arbeitsplätze wegfallen sollen, stehe aber noch nicht fest. Schließungen von ganzen Lebensmittelabteilungen seien im Rahmen des Konzeptes nicht geplant. Von Karstadt selbst war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Das "Handelsblatt" hatte zuvor von den Streichungsplänen berichtet. Es zitierte aus einem Brief des Managements an die Mitarbeiter, in dem die Konzernleitung Perfetto als einen erheblichen Sanierungsfall beschreibe. Das Tochterunternehmen sei "anhaltend defizitär", das bisherige Geschäftsmodell mit seiner starken Fokussierung auf den Luxusbereich gescheitert.

"Perfetto kommt deshalb nicht um einen Personalabbau herum", zitierte das Blatt aus dem Brief. Demnach will Karstadt bei Perfetto außerdem eine "Tarifpause" einlegen, also vorübergehend aus dem Tarifvertrag aussteigen, und die Zahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld einstellen.

Perfetto ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Karstadt und Rewe. Doch hält Rewe lediglich eine Beteiligung von 25,1 Prozent.

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Karstadt hatte zuletzt herbe Rückschläge einstecken müssen. So kam der Warenhauskonzern beim Verkauf der Metro-Tochter Kaufhof nicht zum Zug, sondern musste sich der kanadischen Hudson's Bay geschlagen geben. Auch aus internationaler Sicht scheint der Sanierungsfall Karstadt derzeit wenig attraktiv.

ts/dpa-afx
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