Mittwoch, 18. September 2019

Kaufhof-Sanierung wird 2600 Jobs kosten Karstadt-Kaufhof-Hauptverwaltung wird geteilt

Fusion von Kaufhof und Karstadt: Ein Teil der in Köln angesiedelten Bereiche von Kaufhof wird nach Essen verlagert

Die Entscheidung über die Hauptverwaltung von Karstadt und Kaufhof ist gefallen. Nach der Fusion kommen Kernbereiche der Warenhausführung nach Essen. Digitale Dienste und Gastronomie des neuen Kaufhauskonzerns werden in Köln angesiedelt. Die Sanierung von Kaufhof wird 2600 Jobs kosten.

Nach der Fusion von Karstadt und Kaufhof wird es am Kaufhof-Standort Köln keinen totalen Kahlschlag geben. Zwar werden die operativen Kernbereiche des Warenhausgeschäftes wie Einkauf, Verkauf und Marketing am Karstadt-Sitz in Essen zusammengeführt, wo auch die Geschäftsführung des Konzerns angesiedelt wird.

Das Online-Geschäft und andere digitale Dienste, die Food und Restaurants Group mit der Warenhausgastronomie sowie Teile der Buchhaltung kommen nach beziehungsweise bleiben jedoch in Köln.

Bei der kriselnden Kaufhauskette Kaufhof sollen im Zuge der Fusion mit dem Rivalen Karstadt rund 2600 Stellen abgebaut werden, kündigte Karstadt am Freitag in Essen an. Sowohl Personal aus Essen als auch aus Köln verliert den Arbeitplatz oder muss künftig pendeln.


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Der Digitalbereich wird vor allem deshalb nach Köln verlagert, weil es am dortigen Markt mehr entsprechende Fachkräfte gibt. Der Entscheidung des neuen Konzerns unter dem Dach der Signa Holding des Österreichers René Benko waren monatelange Gespräche mit der nordrhein-westfälischen Landesregierung, den Oberbürgermeistern von Köln und Essen sowie den Gewerkschaften vorausgegangen.

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