Donnerstag, 19. September 2019

Ikea wächst kräftig in Deutschland Jeder Besucher lässt knapp 90 Euro bei Ikea

Happy-Köttbular-Hour? Nein, nur Neueröffnung eines Ikea-Markts - diesmal Hamburg Altona, Sommer 2014

Was geben Sie bei einem Ikea-Besuch so aus? Hunderte Euro? Oder zählen Sie zu jenen Besuchern der schwedischen Möbelkette, die nur die Kantine der blau-gelben Hallen aufsuchen?

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 (31. August) jedenfalls hat der Möbelriese in Deutschland deutlich mehr verdient: Auf den Kassenbons standen im Durchschnitt um 4 Prozent höhere Beträge, die mittlere Einkaufssumme pro Besuch und Kunde nahm auf 86,90 Euro zu.

Der schwedische Möbelhändler hat unter anderem dank eines stärkeren Online-Geschäfts seinen Wachstumskurs hier zu Lande fortsetzen können. Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr stieg um 7,7 Prozent auf 4,435 Milliarden Euro, sagte Deutschland-Geschäftsführer Peter Betzel am Mittwoch. Im noch kleinen Online-Anteil legte Ikea um 30,6 Prozent auf knapp 190 Millionen Euro zu.

Deutschland größter nationaler Einzelmarkt

Ohne die beiden Neueröffnungen in Bremerhaven und Kaiserslautern belief sich das Wachstum auf 5,9 Prozent. Deutschland ist schon seit langem der größte nationale Einzelmarkt für Ikea. Mittelfristig will Ikea die Umsätze hierzulande verdoppeln und einen Online-Anteil von 10 Prozent statt bislang 4 Prozent erzielen. Aktuell gibt es 50 Einrichtungshäuser, im kommenden Jahr soll nach bislang bekannten Plänen nur Wuppertal hinzukommen.

Weltweit hat Ikea im abgeschlossenen Geschäftsjahr 31,9 Milliarden Euro umgesetzt. Das bedeutete ein Plus von 11,2 Prozent, bereinigt um den Flächenzuwachs waren es noch um 5,1 Prozent höhere Erlöse. Besonders schnell wächst der Möbelhändler mit schwedischen Wurzeln in China und Russland.

rei mit dpa-afx

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