Montag, 30. März 2020

Mehr Investitionen Jack Wolfskin expandiert in USA und Japan

Der hessische Outdoor-Spezialist Jack Wolfskin will nach seiner Übernahmen stärker den Markt in den USA und Japan erschließen

Ein Jahr nach der Übernahme durch den Golfausrüster Callaway treibt der Outdoor-Hersteller Jack Wolfskin seine Expansion im Ausland voran. Der hessische Mittelständler werde "endlich ernsthaft und nachhaltig in Nordamerika investieren und auch in Japan", sagte Vorstandschefin Melody Harris-Jensbach der "Wirtschaftswoche".

Das Unternehmen aus dem Taunus hat demnach seine Nordamerikazentrale in Park City im US-Bundesstaat Utah eröffnet und eine US-Chefin berufen. In Japan nehme Jack Wolfskin ferner den Vertrieb eines Partners in die eigene Hand, so Harris-Jensbach.

Der US-Konzern Callaway hatte Jack Wolfskin im Januar 2019 für rund 418 Millionen Euro gekauft. Die Marke mit der Tatze soll vor allem auf dem großen Sportmarkt der Vereinigten Staaten neue Kunden finden. In den USA und auch in Japan ist der Hersteller von Outdoor-Jacken, Rucksäcken und Wanderschuhen bisher kaum vertreten.

Jack Wolfskin hat in den vergangenen Jahren unter der harten Konkurrenz auf dem Outdoor-Markt gelitten und mehrere Besitzerwechsel hinter sich. In den USA will Jack Wolfskin nun mit europäischem Image und dem englischen Markennamen punkten, trifft aber auf starke heimische Wettbewerber wie The North Face, Patagonia und Columbia.


Lesen Sie auch: Outdoor-Spezialist Mammut steht zum Verkauf


Im ersten Jahr unter dem neuen Eigner habe sich der Umsatz wenig verändert, sagte Harris-Jensbach weiter. "Unter dem Strich dürften wir einen ähnlichen Umsatz für das Gesamtjahr erzielt haben". Schon bei der Übernahme hatte Callaway erklärt, dass sich der Umsatz der Hessen 2019 etwa auf dem Vorjahresniveau von 334 Millionen Euro bewegen und erst mittelfristig steigen dürfte. Gerüchte, Callaway könne einen Umzug des Unternehmens planen, dementierte die Wolfskin-Chefin: "Callaway hat uns zugesichert, dass Idstein der Standort für Jack Wolfskin ist und auch bleiben wird."

rei/dpa

© manager magazin 2020
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung