Nordstrom listet Präsidententochter aus Ivanka Trump: US-Kaufhaus schmeißt Produkte aus Sortiment

Immer mittendrin: Ivanka Trump mit Ehemann und Präsidentenberater Jared Kushner am Tag der Amtseinführung ihres Vaters.

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Die Kaufhauskette Nordstrom hat die Modekollektion von US-Präsident Donald Trumps Tochter Ivanka aus dem Sortiment genommen. In einer Mitteilung begründete der US-Konzern die Entscheidung am Freitag mit niedrigen Verkaufszahlen. Jedes Jahr würden etwa zehn Prozent des Sortiments abhängig vom Absatz ausgetauscht. "In diesem Fall haben wir aufgrund des Umsatzes beschlossen, die Marke in dieser Saison nicht einzukaufen."

Die Entscheidung folgt auf Boykottaufrufe gegen Händler, die Produkte der Trump-Familie vertreiben. Hinter den Appellen, die im Internet unter dem Hashtag "GrabYourWallet" (Greif deinen Geldbeutel) laufen, steht eine Initiative von Gegnern des US-Präsidenten. Diese begrüßten die Entscheidung Nordstroms im Kurznachrichtendienst Twitter.

Nordstrom reagierte auf die Debatte in den sozialen Medien: "Wir hoffen, dass das Anbieten von Produkten eines Verkäufers nicht missverstanden wird, als würden wir eine politische Position einnehmen. Das tun wir nicht." Die Kollektion von Ivanka Trump umfasst neben Kleidung auch Handtaschen, Schuhe und Schmuck. Die Präsidententochter war nach Trumps Wahlsieg wegen umstrittener PR-Aktionen für ihre Produkte kritisiert worden.

Die 35-jährige Unternehmerin hatte unter anderem einen TV-Auftritt des Trump-Clans genutzt, um Werbung für einen 10 800 Dollar teuren Armreif aus ihrer Kollektion zu machen. Der Vorfall hatte die ohnehin schon erhitzte Diskussion über Interessenkonflikte der Trump-Familie weiter angeheizt. Ivanka war zuvor bereits bei Wahlkampfauftritten mit Marketingaktionen für Kleidungsstücke ihres Labels aufgefallen.

dpa-afx, soc
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