Rekordumsatz, aber ... Ikea prophezeit Lieferprobleme bis weit ins Jahr 2022

Ikea konnte dank florierender Online-Geschäfte im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz Corona-Krise einen Rekordumsatz erzielen. Die weltweiten Lieferprobleme machen aber auch dem Möbelriesen zu schaffen - Kunden müssen sich noch lange gedulden.
Beliebtes Shopping-Ziel: An Ikea führt beim Möbelkauf für viele kein Weg vorbei

Beliebtes Shopping-Ziel: An Ikea führt beim Möbelkauf für viele kein Weg vorbei

Foto: Lee Smith / REUTERS

Der schwedische Möbelgigant Ikea leidet wie viele andere Konzerne auch unter den weltweiten Lieferengpässen. Im Laufe des Ende August beendeten Geschäftsjahrs "haben wir einen deutlichen Abfall der Verfügbarkeit" von Produkten konstatiert, teilte Ikea am Donnerstag mit. Das Unternehmen rechnet noch "lange bis ins Geschäftsjahr 2022" - also bis August 2022 - mit Lieferschwierigkeiten. Aktuell besonders betroffen sind demnach Schränke der Serie Pax und Billy-Regale.

Wegen der Lieferschwierigkeiten und geschlossener Geschäfte sei es ein "schwieriges Geschäftsjahr" gewesen, erklärte die Holding Inter Ikea. Allerdings profitierte Ikea auch vom weltweiten Trend, das eigene Zuhause in der Corona-Krise aufzuhübschen. Der Möbelriese meldete für das Geschäftsjahr einen Rekordumsatz. Dabei schnellten die Online-Erlöse um 73 Prozent in die Höhe und machten über ein Viertel des Konzernumsatzes aus, wie der Franchisegeber Inter Ikea am Donnerstag mitteilte.

Der Einzelhandelsumsatz des Weltmarktführers erreichte im Bilanzjahr 2020/21 (per Ende August) insgesamt knapp 42 Milliarden Euro. Das waren 6 Prozent mehr als im Vorjahr und ein Prozent mehr als im Vorkrisenjahr 2019. Den Gewinn nannte das Unternehmen nicht; es ist dazu nicht verpflichtet, weil es nicht börsennotiert ist.

"Ich bin wirklich stolz auf das vergangene Jahr", sagte Ingka-Chef Jesper Brodin (53) laut Mitteilung. Man werde weiterhin in Innovation, Expansion, Erreichbarkeit und Nachhaltigkeit investieren. Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2020 hatte Ikea wegen der Corona-Pandemie zwischenzeitlich 75 Prozent der Möbelhäuser schließen müssen und einen Umsatzrückgang verzeichnet. Ikea hatte Ende August weltweit 225.000 Angestellte, 8000 mehr als im vergangenen Geschäftsjahr. 775 Millionen Kundinnen und Kunden besuchten die Möbelhäuser.

cr/DPA, Reuters, AFP