Gutes zweites Quartal Hugo Boss traut sich wieder Prognose zu

Die Pandemie verliert ihren Schrecken, die Geschäfte sind wieder geöffnet, und das zweite Quartal verlief vielversprechend für Hugo Boss. Nun wagt der Edelschneider wieder eine Prognose. An der Börse kommt das gut an.
Boss-Model: Der Modekonzern glaubt, dass die stärkere Nachfrage auch im Rest des Jahres anhalten wird

Boss-Model: Der Modekonzern glaubt, dass die stärkere Nachfrage auch im Rest des Jahres anhalten wird

Foto: Ian West/ dpa

Der Modekonzern Hugo Boss blickt wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Im zweiten Quartal gelang dem MDax-Konzern dank einer spürbaren Erholung der weltweiten Geschäfte ein deutlicher Umsatz- und Ergebniszuwachs im Vergleich zum von Corona geprägten Vorjahresquartal, wie der Edelschneider am späten Dienstagabend in Metzingen mitteilte. Der Kurs der Hugo-Boss-Aktie  zog am Mittwoch um rund 5 Prozent auf 52,40 Euro an und baute damit die Kursgewinne der vergangenen Wochen aus.

Hugo Boss traut sich angesichts der Erholung auch wieder eine Prognose zu: Der Umsatz soll im Gesamtjahr währungsbereinigt um 30 bis 35 Prozent über dem Vorjahreserlös von 1,95 Milliarden Euro landen. Dabei werde erwartet, dass alle Regionen zum Wachstum beitragen. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern erwartet der Spezialist für Herrenanzüge zwischen 125 und 175 Millionen Euro - im vergangenen Jahr war in der Corona-Krise ein Verlust von 236 Millionen Euro angefallen. Zuletzt war der Vorstand einen präzisen Ausblick auf das Jahr 2021 wegen der Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie schuldig gewesen.

Der Umsatz legte zwischen April und Ende Juni mit 629 Millionen Euro um mehr als das Doppelte zu. Damit blieb er nur leicht unter dem Erlös, der im zweiten Quartal des Vorkrisenjahres 2019 erzielt wurde. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag den vorläufigen Zahlen zufolge bei 42 Millionen Euro, nachdem ein Jahr zuvor ein Verlust von 250 Millionen angefallen war. Zum Gewinn unter dem Strich machte der Konzern mit seinen 14.600 Mitarbeitern zunächst keine Angaben, den detaillierten Zwischenbericht legt das Unternehmen am 4. August vor.

rei/Reuters, dpa-afx
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.