Donnerstag, 5. Dezember 2019

Möbelversender mit 30 Millionen Euro Verlust in neun Monaten Home24 bestätigt Prognose

Home24 Showroom in Wien: Quartalsverlust steigt auf 30 Millionen Euro, Umsatz steigt auf 262 Millionen Euro

Investitionen in neue Lagerstandorte, Software und erhöhte Marketingausgaben haben den Online-Möbelversender Home24 in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres belastet. Der bereinigte operative Verlust (bereinigtes Ebitda) zwischen Januar und Ende September 2019 stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,9 Millionen Euro auf 30,8 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte.

Der Umsatz legte im Berichtszeitraum um 19 Prozent auf 262,5 Millionen Euro zu. Der Vorstand hält an seiner bisherigen Prognose fest: Bis zum Jahresende will Home24 auf Basis des bereinigten Ebitda die Gewinnschwelle erreichen. 2020 könnte das Unternehmen auf dieser Basis profitabel sein.

Die Zahlen kamen bei Anlegern zunächst gut an: Der Aktienkurs auf Tradegate stieg im Vergleich zum Schlusskurs am Montag um mehr als 3 Prozent auf 6,10 Euro. Anschließend fiel die Aktie jedoch deutlich ins Minus und baute im späten Handel seine Verluste auf rund 8 Prozent bei 5,45 Euro aus.

Home24 ist im Jahr 2018 an die Börse gegangen. Der Ausgabekurs betrug 28,50 Euro je Aktie. Seitdem ging es für die Papiere von Home24 Börsen-Chart zeigen vor allem abwärts. Zuletzt hat die Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet Börsen-Chart zeigen ihren Anteil am Möbelversender auf noch knapp elf Prozent reduziert.

la/dpa

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