Samstag, 25. Januar 2020

Umsatz-Prognose zurückgeschraubt Henkel dämpft Wachstums-Erwartung, Anleger greifen zu

Umsatz und Gewinne werden 2020 nicht mehr so schäumen, warnt Henkel seine Aktionäre

Der Konsumgüterkonzern Henkel dämpft die Erwartungen seiner Aktionäre an das laufende und das kommende Jahr. Die Prognose des Konzerns für 2020 liege unter den Markterwartungen, teilte Henkel Börsen-Chart zeigen am Donnerstagabend mit. Die Aktionäre reagierten zunächst mit Verkäufen, stiegen am Freitag aber dann wieder verstärkt in die Aktie ein: Mit einem Plus on knapp 3 Prozent auf 91 Euro gehörte die Aktie von Henkel am Freitag Mittag zu den stärksten Aktien im Dax.

Henkel rechnet für das bald endende Jahr jetzt beim Umsatz aus eigener Kraft mit einem Nullwachstum, zuvor standen bis zu zwei Prozent auf dem Zettel. Für 2020 geht das Management von einem Umsatzwachstum von null bis zwei Prozent aus. Während Henkel in den Bereichen Körperpflege sowie Wasch- und Reinigungsmittel von einer positiven Entwicklung ausgeht, rechnet der Konzern im Segment Klebstoffe mit einer unsicheren Nachfrage aus der Industrie.

Auch bei der Marge macht Henkel Abstriche

Bei der Marge - gemessen am bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) - erwartet Henkel für das laufende Jahr rund 16,2 Prozent - zuvor hatten 16 bis 17 Prozent auf dem Zettel gestanden. Im nächsten Jahr rechnet der Konzern hier mit rund 15 Prozent.

Beim bereinigte Gewinn je Aktie erwartet Henkel für das laufende Jahr 5,45 Euro. Im nächsten Jahr soll es demgegenüber bei konstanten Wechselkursen einen Rückgang um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentwert geben.

rei/dpa

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung