Urgesteine der US-Wirtschaft mit Zahlen Harley Davidson senkt die Prognose, Coca-Cola erhöht sie

Harley Davidson und Coca-Cola - zwei Urgesteine US-amerikanischer Wirtschaftsgeschichte und US-amerikanischer Kultur - haben ihre Geschäftszahlen vorgelegt. Dem einen Unternehmen geht es schlecht, dem anderen dafür um so besser.
Hatte zu Jahresbeginn noch vor schwachen gewarnt, im zweiten Quartal lief es für Coca-Cola nun besser

Hatte zu Jahresbeginn noch vor schwachen gewarnt, im zweiten Quartal lief es für Coca-Cola nun besser

Foto: AP

Der Zollstreit der USA mit internationalen Handelspartnern wie China und der EU setzt dem Motorradbauer Harley-Davidson weiter zu. Im zweiten Quartal brach der Gewinn verglichen mit dem Vorjahreswert um fast ein Fünftel auf 195,6 Millionen Dollar (175 Millionen Euro) ein, teilte Harley-Davidson am Dienstag mit. Die Erlöse fielen um knapp 6 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar.

Diesmal enttäuschte auch das Geschäft im Ausland, mit dem Harley-Davidson den schwachen US-Absatz in den Vorquartalen noch ganz gut hatte abfedern können. Im Heimatmarkt steht der traditionsreiche Hersteller wegen Produktionsverlagerungen ins Ausland schon länger im Kreuzfeuer der Kritik von Präsident Donald Trump, der im vergangenem Jahr sogar Boykottaufrufe seiner Anhänger unterstützt hatte.


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Angesichts erhöhter Kosten durch Zölle und schwacher Nachfrage senkte Harley-Davidson die Absatz- und Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr.

Immerhin einen Lichtblick lieferte der Quartalsbericht: Das Unternehmen teilte mit, eine Genehmigung der EU erhalten zu haben, Motorräder künftig von Thailand nach Europa zu liefern, um so die hohen Zölle auf US-Güter zu umgehen. Allerdings habe dies deutlich länger als erwartet gedauert.

Coca-Cola verkauft mehr Kaffee und mehr zuckerarme Getränke

Einen Lichtblick stellen die Geschäftszahlen des Getränkekonzerns Coca-Cola dar. hat im zweiten Geschäftsquartal etwas besser abgeschnitten als von Experten erwartet. Coca-Cola steigerte seinen Umsatz um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 10 Milliarden US-Dollar, teilte der Konzern ebenfalls am Dienstag mit.

Der Gewinn je Aktie stieg um 4 Prozent auf 0,63 Dollar und lag damit etwas höher als Analysten zuvor erwartet hatten. Unter dem Strich kletterte der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um 13 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar. Coca-Cola erhöhte zudem seine Prognose für das Umsatzwachstum von plus 4 auf plus 5 Prozent für das Gesamtjahr. Die Aktien von Coca-Cola legten zu Handelsbeginn zu.

Vor allem Getränke mit weniger Zucker verkauften sich im zweiten Quartal gut. Coca-Cola Zero Sugar habe im siebten Quartal in Folge weltweit zweistellige Wachstumsraten eingefahren. Insbesondere das China- und Asien-Geschäft lief für Coca-Cola insgesamt stark. Das konnte den geringeren Absatz in Nordamerika wettmachen.

Zusätzlich profitiert das Unternehmen zunehmend von Kaffee-Produkten, nachdem Coca-Cola im vergangenen Jahr die britische Kette Costa übernommen hatte. Coca-Cola-Chef James Quincey sprach von einem erfolgreichen Umbau des Getränkekonzerns.

rei/Reuters/dpa