Stellenabbau Modekonzern H&M streicht 1.500 Jobs

Der Modekonzern Hennes & Mauritz plant die Entlassung von 1500 Mitarbeitern. Damit will das Unternehmen circa 183 Millionen Euro sparen. Zuletzt war der Gewinn im dritten Quartal eingebrochen.
H&M-Chefin Helena Helmersson will 1.500 Stellen abbauen

H&M-Chefin Helena Helmersson will 1.500 Stellen abbauen

Foto: JONAS EKSTROMER/ AFP

Die schwedische Modekette H&M plant im Zuge seines Kostensenkungsprogramms die Entlassung zahlreicher Mitarbeiter. Der Konzern Hennes & Mauritz verbucht im Zuge der geplanten Sparmaßnahmen im Schlussquartal eine Millionenbelastung. Für den Abbau von 1500 Stellen zur Reduzierung der Verwaltungskosten sowie für weitere Maßnahmen fallen Aufwendungen von gut 800 Millionen schwedischen Kronen (73 Millionen Euro) an, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Durch die Schritte versprechen sich die Schweden jährliche Einsparungen von rund 2 Milliarden Kronen (rund 183 Millionen Euro), die ab der zweiten Jahreshälfte 2023 zum Tragen kommen sollen. Insgesamt beschäftigte H&M zuletzt rund 155.000 Menschen.

Die H&M-Führung hatte bereits bei der Vorlage von Geschäftszahlen Ende September auf Belastungen durch hohe Fracht- und Rohstoffkosten verwiesen und auch Kostensenkungen angekündigt. "Das von uns initiierte Kosten- und Effizienzprogramm beinhaltet die Überprüfung unserer Organisation und wir sind uns der Tatsache bewusst, dass Kollegen davon betroffen sein werden", sagte Konzernchefin Helena Helmersson (49). "Wir werden unsere Kollegen dabei unterstützen, die bestmögliche Lösung für ihren nächsten Schritt zu finden."

Im September hatte H&M einen Plan zur Einsparung von zwei Milliarden schwedischen Kronen pro Jahr angekündigt, ohne Details zum Sparpaket zu nennen. Inflation, zurückhaltende Kunden und einmalige Kosten im Zusammenhang mit der Abwicklung des Russlandgeschäfts hatten beim Modehändler zu einem Gewinneinbruch im dritten Quartal geführt: Mit 57,45 Milliarden schwedischen Kronen (5,4 Milliarden Euro) lagen die Einnahmen in den Monaten Juni bis August 4 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, wie H&M am Donnerstag in Stockholm mitteilte.

frm/dpa-AFX/Reuters

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