Samstag, 18. Januar 2020

Deutliches Umsatzplus, aber ... H&M verfehlt Markterwartungen knapp

H&M: Auf dem Weg, die Krise zu überwinden

Der schwedische Modehändler Hennes & Mauritz (H&M) hat im vierten Quartal zugelegt, allerdings etwas weniger stark als vom Markt erwartet. Der Umsatz stieg um 9 Prozent auf 61,7 Milliarden Kronen - das entspricht 5,9 Milliarden Euro. Analysten hatten mit einem Plus von 10 Prozent gerechnet.

Die Umsatzentwicklung im Zeitraum September bis November sei von Kalendereffekten geprägt, da der "Black Friday" in diesem Jahr eine Woche später stattfand, hieß es. Daher würden wohl 500 Millionen Kronen vom "Black Friday" erst im Dezember verbucht. Die Schnäppchenjagd am Tag nach dem US-Erntedankfest nimmt weltweit für den Einzelhandel an Bedeutung zu.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerten die Schweden ihre Erlöse weltweit um 11 Prozent auf 233 Milliarden Kronen (22,3 Milliarden Euro). Angaben zum Gewinn machte H&M zunächst nicht. Die ausführlichen Zahlen für das Jahr 2019 will der Konzern am 30. Januar vorlegen.


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Im dritten Quartal war der Gewinn erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder gestiegen, nachdem die Schweden mit Gewinneinbrüchen zu kämpfen hatten und zwischenzeitlich der Aktienkurs eingebrochen war. Der Modehändler war in eine Krise gestürzt, da er relativ spät auf die Konkurrenz von Online-Händlern und billigeren Anbietern reagiert hatte.

rtr/dpa/akn

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