Familienzwist Tengelmann-Brüder beenden Gerichtsstreit

Der jahrelang vor Gericht ausgetragene Streit der Brüder Christian und Georg Haub ist beendet. Für Christian scheint damit der Weg frei, den Traditionskonzern Tengelmann komplett übernehmen zu können.
Die drei Brüder der Familie Haub: Karl-Erivan (links) war im April 2018 allein zu einer Skitour aufgebrochen und nicht zurückgekehrt, Georg und Christian (rechts) beendeten nun ihren Rechtsstreit vor Gericht

Die drei Brüder der Familie Haub: Karl-Erivan (links) war im April 2018 allein zu einer Skitour aufgebrochen und nicht zurückgekehrt, Georg und Christian (rechts) beendeten nun ihren Rechtsstreit vor Gericht

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Die Brüder Georg und Christian Haub (58) haben ihren jahrelang vor Gericht ausgetragenen Streit um die künftige Struktur des Familienunternehmens Tengelmann beendet. "Die Parteien haben am Montag übereinstimmend den Rechtsstreit für erledigt erklärt", sagte eine Sprecherin des Landgerichts München am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung"  (WAZ).

"Für Christian Haub ist nun mittelfristig der Weg frei, den Traditionskonzern mit Wurzeln in Mülheim komplett zu übernehmen", berichtete die WAZ. Die Brüder hätten vereinbart, dass er für drei Jahre ein Ankaufsrecht habe und damit Alleineigentümer werden könne.

Georg Haub hatte zuvor am Landgericht München gegen die Auflösung von Tengelmann-Rücklagen durch seinen Bruder Christian geklagt: Er hatte von ihm die Rückzahlung von 800 Millionen Euro an die Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG gefordert.

Zur Tengelmann-Gruppe gehören unter anderem die Obi-Baumärkte und der Textil-Discounter KiK. Die Geschäftsführung hatte Christian Haub im Jahr 2018 von seinem Bruder Karl-Erivan übernommen, nachdem dieser von einer Skitour in den Alpen nicht mehr zurückgekehrt war und später für tot erklärt wurde.

hr/dpa-afx
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