Geschäftsjahr 2017/18 Galeria Kaufhof verbucht erneut Millionenverlust

Filiale von Kaufhof in Trier: Während Karstadt zum ersten Mal seit zwölf Jahren wieder einen Gewinn schreibt, verbucht Kaufhof erneut einen hohen Millionenverlust

Filiale von Kaufhof in Trier: Während Karstadt zum ersten Mal seit zwölf Jahren wieder einen Gewinn schreibt, verbucht Kaufhof erneut einen hohen Millionenverlust

Foto:

Harald Tittel/ picture alliance / dpa

Die Warenhauskette Galeria Kaufhof, die seit zweieinhalb Jahren zum kanadischen Einzelhandelskonzern Hudsons Bay Company (HBC) gehört, wird für das am 31. Januar zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2017/2018 erneut einen Verlust von mehr als 100 Millionen Euro ausweisen. Das berichtet das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe, die am 23. März erscheint, unter Berufung auf Insider.

Demnach leidet Kaufhof neben verfehlten Warenangeboten besonders an Mieterhöhungen von jährlich etwa 50 Millionen Euro, die dem Unternehmen vom Mutterkonzern aufgezwungen worden sind.

Lesen Sie auch: Schattenwirtschaft - Wie HBC bei Kaufhof in die Kasse griff

Der im Unternehmen umstrittene Gesamtbetriebsratschef und stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Uwe Hoepfel, hat unterdessen einen Aufhebungsvertrag unterschrieben, der ihm bei seinem Ausscheiden in den kommenden Monaten einen sechsstelligen Euro-Betrag garantiert. Hoepfel war intern immer öfter für seine Nähe zu HBC kritisiert worden. In seiner früheren Rolle als Metro-Aufsichtsrat hatte er den Verkauf des Unternehmens an HBC unterstützt.

Fotostrecke

Warenhauskette in Not: Auf diese Akteure kommt es jetzt bei Kaufhof an

Foto: DPA

Zudem berichtet das manager magazin, dass Hoepfel als Mitgeschäftsführer der damaligen Metro Unterstützungskasse e.V. mitverantwortlich für den viel zu billigen Verkauf der Kaufhof-Flaggschiff-Immobilie an der Hohe Straße in Köln ist.

Das Haus war laut manager magazin im Jahr 2015 für 154 Millionen Euro von dem Verein, der bedürftige Mitarbeiter unterstützte, an eine HBC-Tochter veräußert worden. Nach einer schon zuvor beschlossenen Mieterhöhung war die Immobilie mehr als das Doppelte wert.