Sonntag, 18. August 2019

Hamburg Warnstreiks bei Kaufhof und Karstadt

Nach Fusion: Gewerkschaft ruft zum Warnstreik auf

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten von Karstadt- und Kaufhof-Warenhäusern in Hamburg für Freitag zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Die Mitarbeiter und die Gewerkschaft wollen damit Druck beim Arbeitgeber machen und ihn dazu bringen, sofort die volle Tarifbindung einzugehen und existenzsichernde Löhne und Gehälter zu bezahlen. Vom Warnstreik betroffen seien Karstadt Sports in der Mönckebergstraße und Wandsbek, die Karstadt-Warenhäuser Wandsbek, Bergedorf und Eimsbüttel, Karstadt Feinkost Mönckebergstraße sowie Galeria Kaufhof in der Mönckebergstraße und im Alstertal-Einkaufszentrum.

Karstadt und Kaufhof wurden Ende vergangenen Jahres nach der Kaufhof-Übernahme durch den österreichischen Milliardär Rene Benko fusioniert. Die Unternehmensführung hat Einschnitte angekündigt. Laut Verdi sei mit mit Karstadt ein Zukunftstarifvertrag geschlossen worden, der die Rückführung in die jeweiligen Flächentarifverträge zu 2021 festschreibe. Karstadt Sports, Karstadt Feinkost und Galeria Kaufhof seien ohne Tarifbindung.

"Existenzsichernde Tarifverträge sind für die Beschäftigten und ihre Zukunft elementar", erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp. Angst vor Altersarmut und Dumpinglöhne griffen die Gesundheit der Beschäftigten und damit das Rückgrat des Unternehmens an. "Wer für Milliarden Unternehmen kaufen kann, muss auch Geld in seine Beschäftigten investieren."


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Gestreikt wurde vor wenigen Tagen beispielsweise auch in den Warenhäusern in Hannover. Zudem hatte die Gewerkschaft in Düsseldorf zu einer Demonstration aufgerufen, die jedoch den gesamten Einzel, Groß- und Außenhandel betraf. Grund waren die schleppenden Tarifverhandlungen. Verdi fordert 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt für die Beschäftigten, die Arbeitgeber sollen in der ersten Verhandlungsrunde 1,5 Prozent geboten haben.

dpa/akn

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