Versandriese spricht von "Herkulesleistung" Fedex steckt Corona-Krise mit geringen Einbußen weg

Die Corona-Krise hat Versandriese Fedex mit einem Einbruch der Geschäftsfracht hart getroffen. Doch der gleichzeitige Boom des Onlinehandels gleicht die Verluste fast aus. Die Aktie haussiert.
Fedex-Transporter in San Francisco

Fedex-Transporter in San Francisco

Foto: JUSTIN SULLIVAN/ AFP

Der US-Paketdienstleister Fedex steckt die Corona-Krise bislang besser weg als erwartet. Im jüngsten Geschäftsquartal (bis Ende Mai) sanken die Erlöse im Jahresvergleich nur um überraschend geringe 2 Prozent auf 17,4 Milliarden Dollar (15,5 Milliarden Euro), teilte der Deutsche-Post-Rivale am Dienstag nach US-Börsenschluss in Memphis mit. Analysten hatten mit deutlich stärkeren Einbußen gerechnet. Anleger reagierten erfreut und ließen die Aktie  nachbörslich um über 9 Prozent steigen.

Der Betriebsgewinn brach zwar von 1,3 Milliarden auf 475 Millionen Dollar ein, hier spielten allerdings auch Sonderfaktoren eine Rolle. Fedex musste aufgrund der Pandemie Abstriche machen, das Versandaufkommen von Geschäftskunden ging deutlich zurück. Die boomenden Online-Bestellungen von Privatpersonen während der Lockdown-Maßnahmen sorgten dennoch für hohe Nachfrage. Fedex-Chef Frederick Smith (75) sprach von einer "Herkulesleistung" seines Teams.

Auf eine Prognose für 2021 verzichtete der Paketdienstleister. Analysten sehen den US-Logistikriesen als Gradmesser für den gesamten Sektor und Frühwarnindikator für die Entwicklung der Weltwirtschaft an.

ak/dpa-afx/reuters
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