Einige Filialen bleiben offen Douglas umgeht Lockdown als Drogerie

Gesetzeslücke gesucht und gefunden: Die Parfümeriekette Douglas hält mehrere ihrer Filialen offen - als für den täglichen Bedarf wichtige Drogerien.
Torschlusspanik: Kunden in Douglas-Filiale auf der Frankfurter Zeil am Dienstag - dieses Geschäft wurde bis auf Abholdienste tatsächlich geschlossen

Torschlusspanik: Kunden in Douglas-Filiale auf der Frankfurter Zeil am Dienstag - dieses Geschäft wurde bis auf Abholdienste tatsächlich geschlossen

Foto: Ralph Peters / imago images/Ralph Peters

Die Parfümeriekette Douglas will knapp ein Viertel ihrer Filialen trotz des Lockdowns offen halten - als Drogerien. "In diesen Filialen bieten wir den Großteil des klassischen Drogeriesortiments an: Körperpflegeprodukte wie Cremes, Shampoo, Seife, Deodorants, Make-up, Parfüms und Hygieneprodukte", sagte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch der Deutschen Presseagentur. Das Angebot sei vergleichbar mit dem großer Drogerieketten, die ebenfalls geöffnet bleiben dürften.

Die Gewerkschaft Verdi in Hessen hatte zuvor von einem "anrüchigen Unterlaufen des Lockdowns" gesprochen. Die Parfümerie deklariere sich über Nacht zur Drogerie um. "Wer den dringenden Lockdown und das erlaubte Weiterführen bestimmter Geschäfte auf solche Weise fehlinterpretiert, macht sich nicht nur unglaubwürdig", erklärte der Fachbereichsleiter Handel bei Verdi Hessen, Bernhard Schiederig.

Douglas widersprach dieser Darstellung. Das Unternehmen halte sich an alle geltenden Verordnungen. Die Corona-Verordnungen sähen vor, dass Drogerien weiter geöffnet bleiben könnten. Der Begriff Drogerie sei rechtlich nicht spezifiziert.

Im allgemeinen Sprachgebrauch würden darunter Einzelhandelsbetriebe verstanden, die unter anderem Körperpflege-, Schönheits-, Kosmetik- und Hygieneprodukte verkauften. Daher werde auch ein Teil der Douglas-Filialen mit einem Angebot von Drogerieprodukten für den Einkauf geöffnet bleiben.

ak/dpa-afx
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