Beschäftigung von Scheinselbstständigen Deliveroo-Manager zu Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt

Topmanager der britischen Lieferplattform Deliveroo sind in Frankreich zu einer sechsstelligen Geldstrafe sowie einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sie scheinselbstständige Fahrer eingesetzt hätten.
Deliveroo: Der Essens-Lieferdienst soll die Fahrer als Scheinselbstständige eingesetzt haben

Deliveroo: Der Essens-Lieferdienst soll die Fahrer als Scheinselbstständige eingesetzt haben

Foto: ERIC GAILLARD / REUTERS

Im juristischen Streit um den rechtlichen Status von Fahrern hat ein Gericht in Paris zwei ehemalige Spitzenmanager des im April gestarteten Lieferdienstes Deliveroo in Frankreich zu Haftstrafen verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Die Manager hätten die Fahrer als Scheinselbstständige eingesetzt, entschieden die Richter am Dienstag. Zudem verhängte die Kammer Geldstrafen in Höhe von 30.000 Euro. Gegen eine dritte Führungskraft wurde eine viermonatige Haftstrafe auf Bewährung und eine Geldstrafe von 10.000 Euro wegen Mittäterschaft verhängt.

Das Unternehmen selbst muss wegen "verdeckter Arbeit" eine Höchtstrafe von 375.000 Euro zahlen. Der britische Essenslieferdienst will das Urteil nun prüfen und dann entscheiden, ob er dagegen vorgeht. Dem französischen Markt werde er aber nicht den Rücken kehren. Das Urteil könnte auch über die Grenzen Frankreichs hinaus für Aufmerksamkeit sorgen, da in zahlreichen europäischen Ländern um den Status' der Fahrer gerungen wird, auf die die Lieferdienste angewiesen sind.

Die Plattform reagierte umgehend per Pressemitteilung. "Deliveroo bestreitet die Entscheidung des Strafgerichts kategorisch. Wir werden das gesamte Urteil lesen, um die Grundlage dieser Entscheidung zu verstehen, und erwägen, Berufung einzulegen .

sio/Reuters
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