Nahrungsmittelriese beruft neuen Chef Danone wildert bei Barry Callebaut

Bei der Suche nach einem neuen Chef ist der französische Nahrungsmittelkonzern Danone in der Schweiz fündig geworden: Der scheidende Barry-Callebaut-CEO Antoine de Saint-Affrique übernimmt den vakanten Posten.
Von der Schokolade zum Joghurt: Antoine de Saint-Affrique wird neuer Chef von Danone

Von der Schokolade zum Joghurt: Antoine de Saint-Affrique wird neuer Chef von Danone

Foto: VALERIANO DI DOMENICO / AFP

Der scheidende Chef von Barry Callebaut, Antoine de Saint-Affrique (57), übernimmt das Steuer beim französischen Nahrungsmittelriesen Danone. De Saint-Affrique trete den Führungsposten zum 15. September an, wie Danone mitteilte.

Danone hatte sich Mitte März auf Druck von aktivistischen Aktionären vom Vorstands- und Verwaltungsratschef Emmanuel Faber (57) getrennt. Die Investoren hatten Faber vor allem eine unzureichende Aktienkurs-Entwicklung, schleppende Umsatzentwicklung und einen zu strengen Sparkurs beim Marketing vorgeworfen. Faber, der den Konzern seit 2014 führte, hatte Anfang März angekündigt, er wolle sich als Vorstandschef zurückziehen, aber Chef des obersten Aufsichtsgremiums bleiben. Ein Großteil der Aktionäre war aber dagegen, schließlich gab der Verwaltungsrat nach und benannte Gilles Schnepp (62) zum Präsidenten. Den Vorstandsvorsitz haben derzeit vorübergehend Veronique Penchienati-Bosettaand und Shane Grant inne.

Antoine de Saint-Affrique hatte Anfang April seinen Abgang beim weltgrößten Kakao- und Schokoladeproduzenten Barry Callebaut angekündigt - und zwar zum Ende des Geschäftsjahres am 1. September. Saint-Affrique stand der Geschäftsleitung seit Oktober 2015 vor. Davor hatte er während vier Jahren bei Unilever als Mitglied der Konzernleitung den Bereich Unilever Foods gelenkt.

Danone ist der weltgrößte Joghurthersteller, dem Konzern gehört auch die Wassermarke Evian. Danone leidet in der Pandemie vor allem unter der Restaurantschließungen, die das Gastro-Geschäft belasten. Danone hatte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben  trotz Corona-Pandemie seinen Nettogewinn leicht auf 1,96 Milliarden Euro gesteigert. Die Erlöse allerdings waren um 6,6 Prozent auf rund 23,6 Milliarden Euro gefallen und der Aktienkurs  im Coronajahr um fast ein Drittel eingebrochen.

mg/Reuters, dpa-afx
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