Dienstag, 22. Oktober 2019

Cyber Monday und Black Friday Wie Amazon und Co. Milliardenumsätze mit erfundenen Feiertagen generieren

Umsatzbringer: Der Black Friday wird auch in Deutschland immer relevanter für Handel und Verbraucher

Weihnachten mag für viele Händler immer noch die umsatzstärkste Zeit des Jahres sein. Aber vor allem der Online-Handel ist immer erfinderischer geworden, wenn es um die Einführung neuer Shopping-Feiertage geht. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen bei streng reglementierten Winter- und Sommerschlussverkäufen an Wühltischen in Warenhäuser erbittert um Schnäppchen gekämpft wurde.

Heutige Umsatztreiber sind Tage wie der Cyber Monday, der Black Friday, aber auch der aus China kommende Single's Day - und wenn der Schlussverkauf noch zu weit weg, aber das Lager voll ist, wird auch zum "Midseason Sale" oder zu "Abräumtagen" gerufen. Wenn ein solcher künstlicher Feiertag performt, wird aus einem Tag gerne wenigstens ein 30-Stunden-Event - oder gleich eine ganze Woche.

Und das Geld sitzt locker: Im Schnitt 472 Euro, knapp sieben Euro mehr als im Vorjahr, will jeder deutsche Kunde laut Handelsverband HDE in diesem Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Onlinehändler nehmen im November und Dezember ein Viertel ihres Jahresumsatzes ein, der Handel insgesamt ein Fünftel. Am Weihnachtsgeschäft in Deutschland haben die Aktionstage nach amerikanischem und chinesischem Vorbild natürlich erheblichen Anteil, weil sie so günstig ein paar Wochen vor dem Fest liegen.

Woher die Shopping-Feiertage kommen, was sie Verbrauchern und Unternehmen bringen und worauf man achten sollte, sehen Sie in unserer Übersicht.

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