Mittwoch, 27. Mai 2020

KfW-Geld für Mutter von Media Markt und Saturn Ceconomy ruft Staat zu Hilfe

Schwarz-weiß-Situation: Schilder vor Zentrale der Media-Saturn-Gruppe in Ingolstadt.

Der Elektronikeinzelhändler Ceconomy will wegen der Einbußen in der Corona-Krise Finanzhilfen bei der staatlichen Förderbank KfW beantragen. Derzeit ergreife das SDax -Unternehmen alle notwendigen Maßnahmen, das Geschäft abzusichern und die Auswirkungen der Pandemie abzumildern, teilte eine Sprecherin der Düsseldorfer Konzernmutter von Media Markt und Saturn am Sonntag auf Anfrage mit.

Zu den Maßnahmen gehörten auch Kostensenkungen und das Aussetzen von Investitionen. "Es ist derzeit jedoch völlig unklar, wie lange die Phase bis zur Wiederaufnahme unserer normalen Geschäftstätigkeit dauern wird", hieß es. "Daher haben wir uns entschieden, zusätzlich eine KfW-Finanzierung zu beantragen."

Filialen der Elektronikketten Media Markt und Saturn sind wegen der Pandemie quer durch Europa geschlossen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte am Samstag berichtet, Ceconomy spreche sowohl mit den Hausbanken als auch der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über ein Finanzierungspaket in Höhe von rund 2 Milliarden Euro und berief sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen. Die Höhe möglicher Finanzhilfen wollte die Sprecherin nicht kommentieren.

Das Unternehmen hatte bereits Mitte März seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr 2019/20 (Ende September) wegen wegbrechender Geschäfte kassiert. Die Auswirkungen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus seien trotz getroffener Maßnahmen nicht zuverlässig vorhersagbar. Media Markt und Saturn mussten alle Läden in Österreich, der Schweiz, Belgien, Italien, Spanien, Polen, Luxemburg sowie Deutschland vorerst schließen.

dpa-afx, soc

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