Montag, 30. März 2020

Insolvenzverfahren Vapiano ist zahlungsunfähig

Restaurantkette Vapiano muss Insolvenzverfahren eröffnen

Wegen eines drastischen Umsatzrückgangs in der Corona-Krise ist die angeschlagene Restaurantkette Vapiano zahlungsunfähig. Damit sei der Vorstand verpflichtet spätestens innerhalb von drei Wochen den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu stellen, teilte das Unternehmen am Freitag in Köln mit. Der Vorstand wolle nun sorgfältig prüfen, ob sich das Insolvenzverfahren innerhalb der Frist noch abwenden lasse - etwa durch in der Corona-Krise angekündigte staatliche Hilfsprogramme.

In einer Mitteilung forderte Vanessa Hall, CEO von Vapiano, eine unbürokratische und schnelle Hilfe für die von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen, sonst würde der Verlust von Arbeitsplätzen kein abstraktes Risiko mehr, sondern unausweichlich Realität sein. "Seit heute ist klar, dass Vapiano ohne sofortige staatliche Unterstützung nicht überlebensfähig sein wird."


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Vapiano beschäftigt nach eigenen Angaben 10.000 Mitarbeiter weltweit. Die Gastronomiekette kämpfte aber schon vor der Krise mit Problemen. Umsatzziele waren verfehlt worden, der Aktienkurs war eingebrochen, als einer der Gründe wird die schnelle Expansion angesehen. Im August vergangenen Jahres war CEO Cornelius Everke zurückgetreten.

afp/akn

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