Montag, 24. Juni 2019

Cola mit Cannabis? Aurora-Aktionäre im Rausch - Coca-Cola signalisiert Interesse

Coca-Cola: Bald entzündungshemmend und schmerzlindernd?

Ein Medienbericht über das mögliche Interesse von Coca-Cola hat Anleger des kanadischen Marihuana-Herstellers Aurora Cannabis in einen Kaufrausch versetzt. Die Aktien stiegen am Montag an der Börse in Toronto um bis zu 22 Prozent auf 10,42 Dollar.

Grund dafür ist ein Bericht des kanadischen Finanznachrichtensenders "BNN Bloomberg", wonach der weltgrößte Getränkekonzern mit den Kanadiern im Gespräch ist. Man schaue sich die Entwicklung am wachsenden Markt mit Marihuana versetzten Getränken genau an, teilten Coca-Cola Börsen-Chart zeigen und Aurora in getrennten Erklärungen mit. Ansonsten kommentiere man keine Marktspekulationen. Die in New York gelisteten Cola-Aktien traten auf der Stelle.

"BNN Bloomberg" zufolge gibt es keine Garantie dafür, dass die Gespräche erfolgreich sein werden. Die beiden Unternehmen werden demnach wahrscheinlich aber Drinks entwickeln, die bei Schmerzen, Entzündungen und Krämpfen wirken. Der Sender berief sich auf Insider.

Bei den mit Marihuana versetzten Getränken geht es um den Wirkstoff Cannabidiol (CBD), der als nicht suchtfördernd oder berauschend gilt. Aus der Hanfpflanze wird auch das "high" machende Tetrahydrocannabinol (THC) gewonnen. Als Ausnahmemedikation bei schweren Erkrankungen kann Cannabis in Deutschland laut der "Deutschen Apotheker Zeitung" seit März letzten Jahres verordnet werden. Dem Deutschen Hanfverband zufolge gilt CBD zudem als relativ arm an Nebenwirkungen.


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Kanada und einige US-Bundesstaaten haben Marihuana auch für nicht medizinische, also Genusszwecke legalisiert. Nach dem US-Bundesrecht bleibt der Handel damit aber verboten. Daher sind viele US-Konzerne vorsichtig. Bisher haben sich zudem nur Alkoholhersteller auf den Markt vorgewagt. So hat der Hersteller von Corona-Bier Constellation Brands mehr als vier Milliarden Dollar in Canopy Growth - ebenfalls aus Kanada - investiert, um auf Cannabis basierende Getränke zu produzieren. Analysten rechnen nun damit, dass auch der Cola-Rivale Pepsi an dem Markt interessiert sein dürfte.

mg/rtr

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