Getränkehersteller Coca-Cola gibt Automatengeschäft auf und spart Stellen ein

Coca-Cola will 410 Stellen einsparen und sein Geschäft mit den Getränkeautomaten abgeben. Die Gewerkschaft NGG zeigte sich enttäuscht.
Coca-Cola: Der Konzern will das Automatengeschäft nicht mehr selbst machen

Coca-Cola: Der Konzern will das Automatengeschäft nicht mehr selbst machen

Foto: JOSHUA LOTT/ REUTERS

Der Getränkehersteller Coca-Cola will Stellen abbauen. Die Deutschland-Tochter des Konzerns teilte am Dienstag in Berlin mit, dass hierzulande insgesamt 410 Stellen wegfallen sollen. Die Firma plant, den Standort in Hamm (NRW) zum Jahresende vollständig aufzugeben. In Urbach in Baden-Württemberg soll der Werkstattbereich Ende Februar 2023 eingestellt bleiben, die dortige Logistik bleibt bestehen. Das Reparaturgeschäft sei schon seit einigen Jahren rückläufig, begründete die Firma ihren Schritt.

Bisher ist Coca-Cola in Deutschland auch im Automatengeschäft tätig – die Firma befüllt Getränke- und Snack-Automaten und übernimmt auch Wartung und Reparatur. Dieses Geschäft will die Firma nicht mehr selbst machen, sondern an externe Dienstleister übergeben. Den Arbeitsplatzabbau will Coca-Cola nach eigenen Angaben "so sozialverträglich wie möglich auf Basis unseres neuen Tarifvertrags" gestalten.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zeigte sich enttäuscht. "Das ist für die Beschäftigten bei Coca-Cola ein trauriger Tag in schwierigen Zeiten", sagte Gewerkschafter Freddy Adjan. "Gemeinsam mit den Betriebsräten werden wir daran arbeiten, Alternativvorschläge vorzulegen und sozial verträgliche Lösungen zu gestalten, um die Auswirkungen dieser drastischen Pläne abzumildern."

sio/dpa
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